Aus dem Gemeinderat Zorneding

Haushaltsberatungen in Zorneding

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Kitas, Feuerwehr, Digitalisierung – in Zorneding diskutiert man den Haushalt

Zorneding – Zorneding wird für seine Aufgaben im kommenden Haushaltsjahr mit 27 Millionen Euro ausgestattet sein, davon Verwaltungshaushalt 19,5, der Vermögenshaushalt 7,6 Millionen Euro. Die gute Nachricht aus dem Hauptverwaltungsauschuss: Die Bauarbeiten an der Kita im Schmiedweg werden nach dem Stopp 2019 heuer wieder aufgenommen. Investiert werden soll in die Feuerwehr. Sie bekommt eine Industriewaschmaschine und einen Trockner dazu, zudem wird die dortige Digitalisierung vorangetrieben.

Digitale Angleichung wird auch im Rathaus groß geschrieben. Grünen-Rat Helmut Obermeier schlug vor, anstatt der Power-PCs die Mitarbeiter mit günstigeren Laptops auszustatten, damit diese auch zuhause tätig sein könnten. Bürgermeister Piet Mayr lehnte Homeoffice-Lösungen aus Sicherheitsgründen ab, gerade bei Arbeiten rund um Steuergelder oder andere nicht-öffentlicher Vorgänge. Die Bücherei wird eine neue Beleuchtung erhalten, auf dem Rathaus wird die Photovoltaikanlage mit 40.000 Euro ertüchtigt. Am Bahnhof sind 100.000 Euro für neue Fahrradstellplätze eingeplant, die Umstellung auf und Ausstattung mit LED-Leuchten im Gemeindegebiet wird mit 700.000 Euro zu Buche schlagen. Kontroversen gab es zum Thema Sanierung des Hauses der Vereine: Obermeier gab den Wunsch der Grünen wieder, anstatt einer teuren Sanierung lieber über einen Neubau nachzudenken, eine flexible Halle für Veranstaltungen, wie es einer Gemeinde mit 10.000 Einwohnern entsräche. 

Zustimmung gab es von der CSU, deren Ratsmitglied Johannes Schott den maroden Zustand des Vereinshauses benannte. Wegen der dauerhaften Feuchtigkeit, die auch mit den anstehenden Entfeuchtungsmaßnahmen nicht abschließend in den Griff zu bekommen sei, werde es dort nie einen Keller geben. Klares Veto von Piet Mayr: Ein Neubau würde eine siebenstellige Summe verschlingen. Zudem sei dieses Haus von 1867 ein ganz wichtiger Teil des Zornedinger Charakters. Zwar stehe es nicht unter Denkmalschutz, doch er sei absolut gegen einen Neubau. In der abschließenden Sitzung des Haushaltsauschusses im März wird man dazu mehr erfahren. Schmunzeln konnte man dann wieder bei einer Anschaffung, die für den Bauhof angedacht ist - eine neue Schneefräse, deren Einsatz immer unwahrscheinlicher erscheinen mag. Wünsche gab es auch in Bezug auf das Personal: Rathaus-Geschäftsleiter Daniel Kommnick ermunterte zur Besetzung eines Klimamangements. Obermeier war dafür, weil auch Nachbargemeinden so verfahren würden. CSU-Rätin Boher war gegen eine Vollzeitstelle im Rathaus, bejahte aber einen Input des Bürgermeisters: Dieser verwies hierbei auf den Ansatz der Energieagentur Ebersberg, die einen Klimamanager mit Zuständigkeit für drei Gemeinden inklusive Zorneding anstrebe. „Da bin ich sofort dafür“, unterstrich Mayr. Doch man habe diesbezüglich seit längerer Zeit nichts mehr gehört. Letztlich verlief die Sitzung unter Komprmissbereitschaft, im März werden die Gelder dann endgültig verteilt - noch vor der Kommunalwahl. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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