Klimadialog im Landkreis Ebersberg

Landrat im Klimadialog mit der Jugend

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Landrat Robert Niedergesäß (re.) mit den Schülern.

Ein Dutzend Schulen beteiligten sich am 1. Klimadialog mit Landrat Niedergesäß. Im Hinblick auf den Klimawandel wurden Änderungen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Mobilität, Strom und Wärme von den Jugendlichen gesammelt.

Ebersberg – Die Vorschläge der einzelnen Schülergruppen zur Klimaverbesserung wurden zusammengefasst und an Wandtafeln im Saal des Sparkassengebäudes allen vorgestellt. „Als Landrat kann ich auf viele Entscheidungen Einfluss nehmen, im Landkreis und darüber hinaus. Ich nehme die Anliegen der jungen Leute ernst und verspreche, mich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass diese Anliegen gehört werden – und Taten folgen!“ hatte Niedergesäß in seiner Einladung erklärt. Niedergesäß‘ Ziel war es, zu erfahren, welchen Beitrag junge Leute von der Politik erwarten? Im Workshop-Modus erarbeiteten die Mitarbeiter der Energieagentur Ebersberg-München unterstützt von Grafings Klimaschutzmanagerin Christina Spiegel zielorientiert mit den Schülern die geforderten Ziele zum Klimawandel in den verschiedenen Bereichen. 

Auch themenbezogene Unterlagen stellte die Energie Agentur den Schülern zur Verfügung. Bei der Diskussion über die Wünsche spielte deren Umsetzbarkeit zunächst keine Rolle „Keine Idee ist so verrückt, dass man sie nicht durchdiskutieren könnte“, so Niedergesäß. Bei der Formulierung auf der Wandtafel hingegen wurde die Umsetzbarkeit wichtig, was manche der Vorstellungen in nicht notwendiger Weise abschwächte. Zum Thema Ernährung hielt man beispielsweise konkret „weniger Fleisch zu essen“ fest. 

An der Wandtafel, deren Texte die Moderatoren formulierten, lautete die Forderung: „Aufklärung über nachhaltige Ernährung“. Im Bereich der Mobilität wurden „pünktliche S-Bahnen“ und „billigere Fahrkarten“ gefordert, an der Wandtafel formulierten die Moderatoren: „ÖPNV deutlich attraktiver machen; Ausbau der Querverbindungen“. Bei der abschließenden Diskussion unter dem Motto „Was Ihr mir noch sagen wolltet“ – mit Landrat Niedergesäß – konnten Teilnehmer noch einmal Wünsche vortragen, so beispielsweise, dass die um die Schulen angesiedelten Fastfood-Anbieter auch vegetarische Gerichte haben sollten. Auch der Wunsch nach mehr verpackungsfreien Läden im Landkreis wurde gestellt. Niedergesäß erklärte den Teilnehmer, dass dies Entscheidungen der privatwirtschaftlichen Unternehmen seien. 

Hingegen versicherte Niedergesäß, dass er sich darum kümmern werde, ob in den landkreiseigenen Schulen Bewegungsmelder eingebaut werden könnten, die automatisch das Licht steuern. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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