Spatenstich in Moosach

Klimaschutz ganz groß

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V.l.: Dietmar Münnich (Ingenieurbüro dme-consult Rosenheim), Willi Mirus (2.Bürgermeister in Moosach), Hans Gröbmayr (Klimaschutzmanager des Landkreises), Arne Lotzkat (Ingenieurbüro dme-consult Rosenheim), Hans Bücher und Julian Lampl (Baufirma), Walter Mündel und Wolfgang Poschenrieder (REGE), Herr Prantl (Fa. Erdbau Prantl-Robben aus Österreich), Iris Kneissl (NATURSTROM AG), Landrat Robert Niedergesäß und Bürgermeister Eugen Gillhuber.

Offizieller Spatenstich zum Baubeginn des Nahwärmenetzes in Moosach

Moosach - Von einem Vorzeigeprojekt sprechen alle Beteiligten, nicht nur für Moosach, sondern für den ganzen Landkreis. Bald sollen etwa 70 Häuser der Gemeinde Moosach über eine 4,5 Kilometer lange Fernwärmeleitung an eine Nahwärmeanlage angeschlossen werden, einer Hackschnitzelheizung samt Solarthermieanlage. Die Gemeinde arbeitet bereits länger an diesem klimafreundlichen Pilotprojekt, doch rechtliche Probleme auf dem Grundstück der geplanten Anlage haben die Umsetzung bisher immer wieder verschoben. Inzwischen gibt es grünes Licht und so konnte vergangenen Freitag in Anwesenheit von Landrat Robert Niedergesäß, Moosachs erstem Bürgermeister Eugen Gillhuber, dem Klimaschutzmanager des Landkreises Hans Gröbmayr sowie Vertretern von REGE und Naturstrom AG – den Betreiberfirmen des Netzes -, der Plan- und Baufirmen der Anlage der erste Spatenstich für das neue Wärmenetz getätigt werden. Entstehen sollen zwei Biomassekessel sowie eine 1.106 m² großen Freiflächen-Solarthermieanlage. 

Damit wird der Wärmebedarf von privaten und kommunalen Anschlussnehmer zukünftig gedeckt, im Sommer über die Solaranlage, in den Wintermonaten und bei schlechtem Wetter über die Heizkessel, die mit Hackschnitzeln aus der Region und Restholz aus dem angrenzenden Sägewerk gespeist werden. Man setzt auf erneuerbare Energie statt auf Öl. Von einem Leuchtturmprojekt sprach der Landrat. Nach diversen Höhen und Tiefen ist man nun am Ziel und kommt mit diesem Vorhaben dem landkreiseigenen Vorsatz, bis 2030 frei von fossilen und anderen endlichen Energieträgern zu werden, ein gutes Stück näher. Bereits zur nächsten Heizperiode sollen Gebäude so mit nachhaltiger Wärme versorgt werden. „Ein Umdenken im Wärmesektor ist dringend notwendig“ betont Gröbmayr. 

Willi Mirus, zweiter Bürgermeister der Gemeinde und Sprecher des örtlichen Arbeitskreises Neue Energie Moosach, verdeutlichte, dass die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger beim Erreichen der Klimaschutzziele dringend notwendig sei. Nur so könne man die Gemeinde fit für eine nachhaltige Zukunft machen. Etwa 1,3 Millionen Euro muss die Gemeinde Moosach für die Netzinfrastruktur, die sie anschließend an die Betreibergesellschaft verpachtet, berappen. Bürgermeister Gillhuber strahlt: Moosach wird nun Vorbild.

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