Klimaschutz

Klimaschutz – Moosach plant Wärmenetz

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Man plant ein zentrales Hackschnitzelheizwerk mit einer Leistung von rund 300 Kilowatt zu errichten, an das der gesamte Ortskern angeschlossen werden soll.

Moosach – Die Gemeinde Moosach plant ein Wärmenetz. Das besondere an dieser Anlage ist, dass sie nur in den Wintermonaten mit Hackschnitzel betrieben werden soll. Denn gleich nebenan plant man ein Solarkraftwerk, das den Bedarf der Energie – zumindest bei genügend Sonnenschein - in den Sommermonaten abdecken soll. Nach dem derzeitigen Stand soll das geplante Wärmenetz alle Häuser von der Ecke Bahnhof- und Grafinger Straße im Osten bis zur Glonner Straße im Westen abdecken. Nach Süden soll das Leitungsnetz entlang der Bahnhofstraße, der Doblbachstraße bis zum Osteranger und nach Norden bis zum Kirchplatz reichen. Das Netz wird dreieinhalb Kilometer lang sein und voraussichtlich eine Million Euro kosten. Die Gesamtkosten des Vorhabens schätzt man derzeit auf rund drei Millionen Euro. Die Gemeinde geht aber davon aus, mindestens 470 000 Euro an Fördermitteln zu erhalten. Ab dem 31. Jahr rechnet man derzeit sogar mit einem Kapitalrückfluss. Die Anlage soll an der Grafinger Straße in der Nähe des Sägewerks entstehen. 3000 Quadratmeter Fläche für die Freiflächen-Solarthermie-Anlage stehen dort auch zur Verfügung. Die Gemeinde sieht in diesem Vorhaben eine einmalige Chance, Klimaschutz zu betreiben und die einzige Chance für Moosach die Vorgaben der Energiewende bis 2020 umzusetzen. Eine solche Anlage wäre die erste ihrer Art im Landkreis, erklärt Bürgermeister Eugen Gillhuber. Der Baubeginn dieses Vorhabens könnte bereits im Frühjahr 2017 starten. Man rechnet etwa mit einem halben Jahr Bauzeit. Für Hauseigentümer, die mit einer Heizung, die jünger als 20 Jahre ist oder die mit Hilfe einer Wärmepumpe heizen, soll der Anschluss dann sogar kostenlos sein. Kees

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