Stadt verhandelt mit Security-Unternehmen

Immer wieder Ärger mit Müll am Klostersee

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Von einer schwimmenden Plattform aus werden die Sanierungsmaßnahmen von Fachleuten durchgeführt. Eine Seilwinde dient dem Herausziehen der morschen Holzpfähle. Mit einer mehreren 100 Kilo schweren Pfahlramme werden die neuen Pfähle in den Boden des Sees eingebracht.

Aktuell werden am Klostersee Pfähle am Steg ausgetauscht. Ein Ärgernis ist nach wie vor, dass dort von Feierenden Zigarettenkippen, Kronkorken und Scherben hinterlassen werden. Die Stadt verhandelt jetzt mit einem Security-Unternehmen.

Ebersberg – Die Mitarbeiter des Ebersberger Bauhof sind zwei- bis dreimal pro Woche für rund eineinhalb Stunden im Uferbereich des Strandbades unterwegs – dienstlich. Es gilt den Unrat uneinsichtiger Zeitgenossen zu entfernen, damit Erholungssuchende und Kinder gefahrlos das Freizeitangebot der Stadt nutzen können. Zum Erhalt des Strandbades müssen ein gutes Dutzend Steg-Pfähle durch eine Fachfirma ausgewechselt werden. Ein Holzfachmann hat dies bei seiner alljährlichen Statik-Prüfung festgestellt. Bauhofmitarbeitern bereiten das Auswechseln der Stege-Pfähle vor. Gleich ob Sonne oder auch Regen, das Ebersberger Strandbad ist ein beliebter Treffpunkt. 

Leider aber auch folgenreich, denn nicht jeder weiß, wie sein Müll zu entsorgen ist. „Insbesondere nach Sonn- und Feiertagen“, so berichtete Ebersbergs Bauhofleiter Thomas Hirsch, „räumen Mitarbeiter den Uferbereich auf“. Zur Routine gehört die Strandbad-Reinigung am Montagmorgen. Obwohl Abfalleimer vorhanden sind, sammeln die Bauhofmitarbeiter Flaschen, Scherben, Einweggeschirr und jede Menge Kronkorken von den Liegebereichen am Strandbad. An bestimmten Stellen sei dies auch zusammen mit Erbrochenem zu finden. Besonders ärgerlich ist der Bauhofleiter, wenn im Nichtschwimmerbecken Glasscherben vorhanden sind, denn die können schlimme Folgen für Kinder haben. Sogar bei Regenwetter bietet ein überdachter Liegebereich mit Eichenholzboden ein angenehmes Ambiente. Uneinsichtige Zeitgenossen nutzen diesen Platz bedenkenlos als Aschenbecher. Andere schnippen ihre Kippen mit nicht kompostierbaren Zigarettenfiltern einfach ins Gras. Flaschen, Dosen, Plastik und Papier bleiben auch hier liegen. Übers Jahr verteilt fallen so etliche Kubikmeter Restmüll an. Hinzu komme weiterer Sperrmüll, den Bauhofmitarbeiter und Vertreter der Eberberger Vereine anlässlich des „Ramada“ in jedem Frühjahr aus dem See herausholen, wenn der Klostersee abgelassen werde, berichtete Hirsch. 

Die überwiegende Mehrheit der Badegäste weiß sich angemessen zu verhalten, erklärte Erik Ipsen, Geschäftsleiter der Stadt Ebersberg. Weshalb die Stadt jetzt für rund 16.000 Euro die Holzstege saniert. Mit einer Edelstahleinstiegtreppe für Senioren will die Stadt das Strandbad noch komfortabler machen. Doch dem Missstand, dass einige Zeitgenossen feiern und ihren Unrat hinterlassen, was überwiegend in den späteren Abendstunden erfolge, müsse man entgegenwirken. Derzeit habe man mit einem Security-Unternehmen Kontakt. Diese Firma mache sich aktuell ein Bild von der Situation am Klostersee, um dann der Stadt Ebersberg ein Angebot unterbreiten zu können. Auch Ebersbergs Jugendpfleger ist eingebunden, um gegebenenfalls mit Jugendlichen Kontakt aufnehmen und auf sie einwirken zu können. ar

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