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Zwischen-Bilanz beim Jahre der Biene

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Der Wettbewerb „Das bienenfreundliche Blumenbeet“ hat seine Sieger, (v.li.) Toni und Gabi Wallisch, Landrat Robert Niedergesäß, Tobias Ettenhuber, Kreisfachberater Harald Käsbauer sowie Elisabeth und Joachim von Mahs. © Foto: hr

Überwiegend kommunal geförderte Projekte wurden bei der Zwischen-Bilanz des Jahres der Biene im Landkreis Ebersberg vorgestellt.

Ebersberg – Auch Landwirte und Maschinenring hatten sich redlich bemüht entlang ihrer Äcker Blühstreifen anzuziehen. Doch der Jahrhundert-Sommer mit großer und noch dazu lang andauernder Hitze funkte mächtig ins Ertragsergebnis. 

Einerseits ernteten die Organisatoren Kritik, dass das Saatgut nicht regional genug gewesen sei, andererseits monierte manch Honigbienenhalter, dass die angesäten Blumen seinen Honigertrag nicht nennenswert erhöht hätten. Hätte man besser das Geld für das Saatgut in die Anpflanzung einer Lindenallee angelegt, wäre auf Dauer der Honigertrag verbessert worden, äußerte ein Imker und war sichtlich unzufrieden, dass der Ertrag der Stadtimker um ein Vierfaches höher als der Ertrag der Imker in der Region sei. 

Zwei Imker meldeten sich, dass die Vielfalt der Pflanzen durchaus der Gesundheit der Honigbienen zu gute kommen könne. Deutlich wurde Josef Rüegg vom Landschaftspflegeverband. „Das Jahr der Biene sollte Impulsgeber sein, Blühflächen anzulegen“, um so die Artenvielfalt der Blühpflanzen zu verbessern und auch den bedrohten Wildbienen und Insekten ein besseres Nahrungsangebot bieten zu können. Eine Steigerung des Honigertrages sei nicht die Zielsetzung, wohl aber die Steigerung der Biodiversität, der Artenvielfalt. 

Im kommenden Jahr wird Kreisfachberater Harald Käsbauer die Bauhofmitarbeiter im Landkreis schulen, wann welche Mäharbeiten im öffentlichen Grün mit Rücksicht auf Fauna und Flora zu erledigen sind. Käsbauer lobte die Gartenbesitzer, in deren Gärten die Pflanzenvielfalt gepflegt werde. Allgemein wurde den im Trend liegenden Zen-Gärten kritisch gegenüber gestanden. Beobachter der bienenfreundlichen Blumenbeete konnten feststellen, dass die Wildbienen, zu denen auch die großen Hummeln und Hornissen gehören, gar nicht so aggressiv und gefährlich sind wie oftmals fälschlicher Weise geglaubt, Wildbienen gehören zu den friedlichen Artgenossen im Tierreich. ar

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