Kommunalwahl 2020

FDP-Stadtrat will Ebersberg Bürgermeister werden

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Nach der Nominierungsversammlung: FDP-Kreisvorsitzender Alexander Müller, FDP-Bürgermeisterkandidat Bernhard Spötzl und Dr. Volker Wagner-Solbach, Ortsvorsitzender.

Bernhard Spötzl will Ebersberg fit für die Zukunft machen

Ebersberg – Seine Visionen für Ebersberg sind ein autonom-fahrender Rufbus im Stadtgebiet, ein weitestgehend autofreier Marktplatz und gute ÖPNV-Verbindungen in die Nachbargemeinden. Der FDP-Bürgermeisterkandidat Bernhard Spötzl ist kommunalpolitisch gesehen mit seiner fast 18-jährigen Tätigkeit im Ebersberger Stadtrat kein Neuling. Der 57-jährige Vater zwei erwachsener Kinder engagiert sich zu dem im sportlichen wie kulturellen Ebersberger Geschehen. Bernhard Spötzl kennt Ebersberg sein Leben lang. Hier ist er geboren, zur Schule gegangen, hat an der TU München studiert und arbeitet seit 22 Jahren als selbständiger Vermessungsingenieur. „Ich will Ebersberg attraktiv und fit machen für die Zukunft“.

Der Erhalt Ebersbergs als lebenswerte Kleinstadt, ist ihm wichtig – und eine Politik, die rechnen kann, so sein Seitenhieb auf Ebersbergs Finanzsituation.

Über seine 18-jährige Stadtratstätigkeit, zunächst zwölf Jahre in der CSU-Fraktion, dann als FDP- Einzelkämpfer, sagte Bernhard Spötzl, „die macht mir großen Spaß, auch wenn’s manches Mal ärgerlich ist“. Ärgerlich ist es dann, wenn, wie geschehen, er einen Antrag einbringt, der abgelehnt wird und wenige Wochen spä- ter nahezu identisch genehmigt wird, aber von einer anderen Fraktion wie den Freien Wählern ins Spiel gebracht wurde. 

Zwei Hauptthemen kristallisieren sich für Spötzl aus der Themenvielfalt heraus: Verkehr und Wohnungsbedarf. „Straße raus – Lebensqualität in Ebersberg steigern“, so sein Motto. Während der Straßensperrung der St 2080 habe man erleben dürfen, welche Qualität ein verkehrsberuhigter Marktplatz hat. Dennoch spricht er sich gegen eine teure Tunnellösung aus, die nur der halben Stadt weniger Verkehr und Ruhe bringe. Als optimal brachtet er die Lösung „5F DP“, die nördlich der Autostadt und östlich vorbei an Motzenberg sowie Mailing und nördlich von Oberndorf auf die B304 trifft. Im Fokus hat Bernhard Spötzl den Verkehr an der Amtsgerichtskreuzung, aber auch in den Bereichen um die Schulen und Kitas. 

Mit professioneller Hilfe will er Ebersberg für Fußgänger und Fahrradfahrer freundlich gestalten und Hindernisse für Bürger mit Rollatoren abbauen. Gerade als Vater zwei erwachsener Kinder wisse er um die Wohnungsknappheit in Ebersberg. Ein moderates Bevölkerungswachstum ist sein Ziel, denn Ebersberg könne nicht die Wohnraumprobleme für die Stadt München lösen. Bernhard Spötzl setzt auf die Innenverdichtung. Bei einer Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes hält er es für notwendig, weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbeflächen auszuweisen. Skeptisch steht er den Windrädern im Forst gegenüber, da hierbei das Einzugsgebiet der Ebersberger Trinkwasserversorgung beeinflusst werden könnte. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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