Kommunalwahl 2020 in Steinhöring

Christian Schächer will der Nachfolger von Bürgermeister Alois Hofstetter werden

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Christian Schächer ist verheiratet und hat zwei Kinder

Das Wichtigste ist ihm Bürgernähe. Christian Schächer kandidiert für die CSU um das Amt des Bürgermeisters in Steinhöring.

Steinhöring – Schächer soll Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers Alois Hofstetter werden, der zum Ende der Legislaturperiode aus Altersgründen ausscheidet. „Wichtig ist uns,“ so seine Parteifreunde, „dass wir mit ihm einen Unternehmer als Bürgermeisterkandidaten haben, der auch Erfahrung in einer Leitungsposition hat.“ Der 45jährige ist in Erding geboren, lebt seit 1998 in Steinhöring, ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

Ausgebildet wurde Schächer einst zum KfZ-Lackierer mit Meisterabschluss. 2001 gründet er in Steinhöring seinen eigenen Betrieb. Alleine fing er an, inzwischen beschäftigt er 13 Mitarbeiter. Da stellt sich die Frage: schafft es der Mann, neben der Leitung seines Betriebes auch noch dem Rathaus vorzustehen? Seine Antwort: „Wenn ich gewählt werde, bin ich aus der Firma raus. Dann will ich mich zu 200 Prozent auf die Aufgaben des Bürgermeisters konzentrieren.“ 

Seit sechs Jahren sitzt Schächer im Gemeinderat und weiß sehr gut, welche Aufgaben auf ihn zukämen. „Wie ich mir heute zufriedene Kunden wünsche, so wünschte ich mir als Bürgermeister zufriedene Bürger,“ sagt er und unterstreicht nochmal, dass ihm die Nähe zum Bürgern ein zentrales Anliegen ist. So will er beispielsweise eine Bürgersprechstunde einführen. Auch mit den Vereinen und Betrieben will er eng zusammenarbeiten. Seit Jahrzehnten engagiert sich Schächer bei der Freiwilligen Feuerwehr, deren Vorstand er seit drei Jahren ist. 

Was die konkreten Vorhaben in Steinhöring betrifft, mit denen sich der Gemeinderat ohnehin schon länger beschäftigt, wie die Neugestaltung des Rathausplatzes oder der Umbau des einstigen Lagerhauses, so hält er sich zurück, denn für ihn ist Seriosität oberstes Prinzip: „Man muss die Dinge wohlüberlegt angehen - und sie solide finanzieren. Jetzt Im Wahlkampf Versprechen abzugeben, die hinterher nicht gehalten werden können, halte ich für unseriös.“ Schnellschüsse sind im fremd. Ob beispielsweise das Lagerhaus am Bahnhof zu Wohnungen umgebaut werden oder dort ein Veranstaltungsraum entstehen soll, das gelte es erst einmal genau zu prüfen. Mit dem Lärm durch die Bahn etwa müsse man sich beschäftigen. Außerdem will er auch hier die Bürger mit einbeziehen, schließlich gehe Steinhöring alle an. Einen Schwerpunkt sieht der Mann in der Regionalität. So wünscht er sich beispielsweise einen regionalen Markt in Steinhöring, an dem die Landwirte ihre Produkte verkaufen können. Mit der Landwirtschaft und dem Handwerk fühlt er sich ohnehin eng verbunden. „Das wäre dann auch ein Beitrag zum Umweltschutz, wenn man am Dorfplatz bei Bauern einkaufen und auf die Verpackungen aus den Märkten verzichten kann.“ 

Schächer ist ein Mann, der Altes gern bewahren möchte, aber auch dem Fortschritt gegenüber aufgeschlossen ist. „Wir müssen mit der Zeit gehen und auch modern werden,“ erklärt er und deutet damit an, dass ihm sowohl die Digitalisierung der Schule, als auch der Breitbandausbau oder die Umrüstung auf LED-Beleuchtung wichtig ist. Das Wachstum in der Gemeinde möchte er gerne in einem gesunden Rahmen halten, heißt: bei etwa einem Prozent pro Jahr belassen. Mit Zuzug sei schließlich immer auch eine Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur nötig. „Schritt für Schritt,“ lautet seine Devise. Alles sollte lieber einmal mehr auf den Prüfstand: „Ich schaue lieber dreimal hin und denke viermal nach, als dass ich etwas entscheide, was sich hinterher als Fehler entpuppt.“ Zwar kann er sich vorstellen, das eine oder andere Elektrofahrzeuge an sinnvollen Stellen in der Gemeinde einzusetzen, doch die derzeitige Entwicklung in Sachen Elektromobilität hält er für überzogen. Aus seiner Sicht liegt die Zukunft eher im Wasserstoff. 

„Für den Ortsteil Tulling, in dem gerade ein Neubaugebiet in Planung ist, wünscht sich das Mitglied des Elternbeirates einen eigenen Kindergarten sowie einen regionalen Laden zum Einkaufen. Eine Mammutaufgabe sieht Schächer in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Senioren. Aber auch für die Jugend müsse diesbezüglich etwas getan werden, denn viele könnten auf Grund der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt nicht mehr bleiben. Auch da will er Lösungen finden. „Man muss rausgehen und mit den Menschen sprechen, dann bewegt sich auch etwas.“ Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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