Kommunalwahl 2020 in Aßling

Einziger Bürgermeisterkandidat in Aßling ist der amtierende Hans Fent

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Hans Fent

Politisch ist er ungebunden. Das heißt, er gehört keiner Partei an - Aßlings Bürgermeister Hans Fent tritt im März wieder zur Wahl um den Bürgermeisterposten an, auf der Wählerliste der Grünen, der Freien Wähler und der SPD.

Aßling - Der studierte Maschinenbauingenieur ist 1962 geboren und in Aßling aufgewachsen. Er war Abteilungsleiter bei Siemens und ist nun seit sechseinhalb Jahren Bürgermeister, ein halbes Jahr länger als die übliche Legislaturperiode, da er nach dem Tod seines Vorgängers bereits im September 2013 gewählt wurde. Fent ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Der Jüngste, Sohn Niklas, ist ebenfalls politisch aktiv: der kandiert für die Grünen im Kreistag. 

Ganz offensichtlich ist man mit dem Aßlinger Bürgermeister zufrieden. Einen Gegenkandidaten jedenfalls gibt es nicht. „Mir macht die Arbeit hier großen Spaß,“ erzählt er und ergänzt: „Verantwortung kenne ich ohnehin aus meinem Beruf, als Bürgermeister ist sie lediglich breiter geworden.“ In seiner Amtszeit hat sich einiges in Aßling bewegt. „Angefangen bei der Steigerung der Verkehrssicherheit im Gemeindegebiet, sowie erste Maßnahmen zur Modernisierung unserer Abwasserentsorgung bis hin zum flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur,“ berichtet er. Die Krippenplätze wurden erhöht, das Haus für Kinder St. Georg erweitert, die Mittelschule saniert und barrierefrei ausgebaut. 

Stichwort Umweltschutz: die Biodiversität wird in Aßling gefördert, heißt, auf gemeindlichen Flächen sind insekten- und bienenfreundliche Blumen, Sträucher und Bäume gepflanzt worden. Auch hinsichtlich Klimaschutz ist einiges in die Wege geleitet worden, erzählt Fent: das Rathaus sowie die gesamte Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt, der AWO Kindergarten und die Grundschule energetisch saniert.

Was die Ortsentwicklung betrifft, so ist Fent wichtig, „in der Siedlungsentwicklung mit Augenmaß vorzugehen, damit Aßling seinen dörflichen Charakter nicht verliert.“ Um sozialen und einheimischen Wohnungsbau schaffen zu können, hat der Rathauschef auch Flächen für die Gemeinde erworben. Ein großes Projekt steht derzeit an: das geplante Wohngebiet an der Glonner Straße. Und jüngst hat er die örtlichen Vereine zu einem Infoabend geladen, um deren Wünsche für das gerade neu entstehende Sport- und Freizeitgelände zu hören. Endlich nämlich ist es gelungen, „den Grundstein für das lang ersehnte Gelände zu legen.“ 

Die Liste seiner Projekte ist lang, der abgeschlossenen wie der zukünftigen. „Und dabei ist es uns trotz großer Investitionen gelungen, den Schuldenstand der Gemeinde zu reduzieren,“ erklärt er. Von 9,2 Millionen Euro Schulden im Jahr 2013 gelang man auf einen Schuldenstand von 6,8 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2019. Das sind immerhin 28 Prozent weniger. „Und dabei sind die Verkaufserlöse von ca. zwei Millionen Euro für die entwickelten Gewerbeflächen am Ölfeld noch nicht berücksichtigt,“ ergänzt er. Hans Fent ist ein Mann, der für eine nachhaltige Siedlungspolitik mit moderatem Wachstum steht, für sozialen Wohnungsbau und für Einheimischenbauland. 

Er will den Öffentlichen Nahverkehr ausbauen, für ausreichende Betreuung der Kinder und Jugendliche sorgen, das Angebot für Senioren erhöhen und Lösungen suchen, „die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken.“ Nachhaltig soll sein Handeln sein. Und dabei gilt sein Streben weiter einer bürgernahen und gut funktionierenden Verwaltung. Fent setzt sich für eine soziale und gerechte Gemeinde ein und will die Schulden weiter abbauen, „um eine möglichst geringe Schuldenlast den zukünftigen Generationen zu überlassen.“ Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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