Verlegung des Stammsitzes

KraussMaffei zieht nach Parsdorf - Grundsteinlegung

Grundsteinlegung mit Vaterstettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer, Krauss-Maffei CEO Michael Ruf, Europaabgeordneter Angelika Niebler, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und VGP-Chef Jan van Geet, (von li.)
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Grundsteinlegung mit Vaterstettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer, Krauss-Maffei CEO Michael Ruf, Europaabgeordneter Angelika Niebler, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und VGP-Chef Jan van Geet, (von li.).

Krauss-Maffei legt Grundstein für Stammsitz in Parsdorf – Europas größte Photovoltaikanlage entsteht

Vaterstetten/Parsdorf – BMW ist zum Teil schon vor Ort, nun will Krauss-Maffei nachziehen. Vergangenen Freitag wurde im Parsdorfer Gewerbegebiet der Grundstein für das neue Werk und die neue Konzernzentrale der Krauss-Maffei-Gruppe gelegt. Das über 180 Jahre alte Unternehmen will seinen Stammsitz im November 2022 von München-Allach in den Osten Münchens verlegen.

„Heute ist ein guter Tag für die Gemeinde Vaterstetten, für den Freistaat Bayern und für Krauss-Maffei“, so KM-Chief Executive Officer (CEO) Michael Ruf. In Parsdorf wolle man eine neue Ära in der Geschichte des Unternehmens beginnen. „Unser großes Ziel: Ein neues Krauss-Maffei mit einer modernen Unternehmensform, das profitabel wächst und technisch vorne dabei ist.“

Kontinuierlich will der ehemalige Lokomotive-Hersteller, der längst zu einem „Global Champion“ aufgestiegen ist, neue Geschäftsfelder entwickeln, speziell im Bereich Nachhaltigkeit. Das neue Werk in Parsdorf sei daher einen „Jahrhundertchance für Krauss-Maffei“.

Der Umzug soll im November 2022 beginnen und 2023 abgeschlossen sein. Hauptwerk und Firmenzentrale in Allach werden danach geschlossen. Auch die Automation in Schwaig wird nach Parsdorf verlagert. Bis zu 2.500 Mitarbeiter sollen hier künftig in den Bereichen Verwaltung, Produktion, Logistik und im Ausbildungscenter arbeiten. Auf dem Gelände entstehen drei neue Produktionshallen, ein Customer Experience Center, ein Verwaltungsgebäude sowie zwei moderne Parkhäuser mit Elektrotankstellen.

Die Dächer der Gebäude werden zum Teil begrünt, zum Teil mit Photovoltaikanlagen bestückt. Damit entsteht in Parsdorf die bisher größte auf einem Gebäude installierte Solaranlage Europas, die eine Leistung von 12,5 Megwatt-Peak erzeugen kann. Erstmals habe er damals Ackerland gekauft, erinnerte sich der Vorstandsvorsitzende des Immobilieninvestors VGP, Jan van Geet. Das dann mit dem Freistaat getauscht wurde, um auf ein 40 Hektar großes Gewerbegebiet zu kommen, exzellent gelegen zwischen der S-Bahnstation Grub und der Autobahn A94. „Es gab viel Gegenwind, das Projekt war mehrfach einfach tot“, so Van Geet. Umso glücklicher sei er nun über das gute Ende.

Das Projekt sei nicht nur lokal bedeutend, erklärte Wirtschafts-Staatssekretär Roland Weigert (FW). „Mit dem Gewerbepark in Parsdorf ist es gelungen, zwei Münchner Traditionsunternehmen im Großraum zu behalten.“ Die Investition von rund einer halben Milliarde Euro spreche für die Qualität Bayerns als zukunftsfähiger Industriestandort. Dies funktioniere aber nur mit Hilfe der Kommune vor Ort. „Sie sind die tatsächlichen Macher.“ - die

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