Aus dem Kreisrat Ebersberg

Solide Haushaltslage im Landkreis Ebersberg

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Hier wird der Erweiterungsbau der Johann-Comeniusschule in Grafing entstehen.

Mit rund 85 Millionen Euro werden sich die Gemeinden heuer im Rahmen der Kreisumlage am Haushalt des Landkreises beteiligen. Die Landkreisschulden werden im Haushaltsjahr 2020 auf 33,6 Millionen Euro sinken und erreicht damit seit 2013 einen Tiefststand

Ebersberg – Gegen die Stimmen der Grünen hatte der Kreistag den Hebesatz der Kreisumlage bei 46 Prozentpunkt beschlossen. Dennoch wird der Landkreis gegenüber dem Vorjahr ein Brutto von knapp 3,8 Millionen Euro mehr erhalten. Für die Kommunen heißt dies in der Regel, dass sie eine höhere Kreisumlage zu zahlen haben. Zu den größten Geldgebern gehören die Gemeinen Vaterstetten mit knapp 15 Millionen Euro, Poing mit 12,8 Millionen Euro sowie etwas gleichauf mit jeweils rund 7,4 Millionen Euro Markt Schwaben, Grafing und Ebersberg. Mit jeweils rund 5,3 Millionen Euro leisten Zorneding und Kirchseeon ihren Beitrag. 

Finanzmanagerin Brigitte Keller erklärte, dass die Landkreiskommunen zwar insgesamt 3,8 Millionen Euro mehr zahlten, aber seitens des Bundes mit insgesamt 2,4 Millionen Euro für soziale Aufgaben unterstützt werden. Wäre es nach den Grünen gegangen, so läge der Hebesatz der Kreisumlage bei 47 Prozentpunkten und die Kreisumlage erheblich höher geworden. Ihren Antrag begründeten die Grünen mit den hohen Finanzinvestitionen, die in den kommenden Jahren anstehen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Landkreisbürger liegt somit bei etwa 280 Euro und 52 Euro weniger als im Vorjahr. Hinzu zu rechnen ist aber noch die Pro-Kopf-Verschuldung der jeweiligen Gemeinden. Im Landkreisdurchschnitt stieg diese im gleichen Zeitraum um 264 Euro auf 590 Euro pro Bürger im Landkreis. 

Doch die Zahlen werden steigen, denn der Landkreis wird investieren. Rund 7.400 Schüler besuchen derzeit die landkreiseigenen Schulen. Der schulische Sachaufwand zur Bewältigung des alltäglichen Betriebs in den Schulen beträgt heuer rund 1,2 Millionen Euro. Abgesehen davon kommen Baukosten in Millionen Höhe auf den Landkreis zu. 

Für Herbst 2020 wird der Beginn der Erweiterung des Vaterstettener Gymnasiums erwartet, was den Haushalt zunächst mit knapp drei Millionen Euro und in den Folgejahren mit weiteren 17 Millionen Euro belasten wird. Die Vorbereitungen für den Bau des Poinger Gymnasiums sind mit einer Million Euro angesetzt. Insgesamt rechnet man gut 60 Millionen Euro Investitionskosten in den kommenden Jahren. Das Berufsschulzentrum wird ebenfalls mit 60 Millionen Euro zu Buche schlagen. Den Raumbedarf an der Comenius-Schule in Grafing zu decken, wird bis 2023 insgesamt 4,3 Millionen Euro kosten. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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