Landwirt verurteilt

Hohe Geldstrafe nach Kuhmisshandlung

Landwirt schlägt mit Stock auf Kuh ein, PETA filmt das im Landkreis Ebersberg
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Schockierende Aufnahmen aus dem Landkreis: Ein Bauer schlägt mehrfach auf eine Kuh ein. Jetzt wurde der Landwirt verurteilt

Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Ein Video zeigt, wie ein Landwirt aus dem Landkreis Ebersberg mehrfach mit einem Stock auf eine Kuh einschlägt. Jetzt wurde der Landwirt verurteilt

Das PETA zugespielte Video machte betroffen: Auf ihm ist zu sehen, wie Landwirt Michael A. mit einem weiteren Mann auf ein Rind einprügelt, dem die Augen verbunden worden waren. Immer wieder prasselten Schläge auf Kopf und Körper des orientierungslosen Tiers ein, das versuchte, den Stockhieben auszuweichen. Ein Whistleblower aus dem Landkreis Ebersberg hatte die Szenen Anfang des Jahres aufgenommen und PETA zukommen lassen. Die Tierrechtsorganisation hatte daraufhin Strafanzeige gegen die Beteiligten bei der Staatsanwaltschaft München II erstattet und das zuständige Veterinäramt informiert. Die Staatsanwaltschaft München II beantragte zwei Strafbefehle mit vergleichsweise hohen Geldstrafen beim Amtsgericht Ebersberg, die rechtskräftig geworden sind. Landwirt Michael A. ist mit 150 Tagessätzen à 20 Euro nun vorbestraft. PETA fordert ein langjähriges Tierhalte- und -betreuungsverbot für den Landwirt. Die hohe Geldstrafe biete dafür eine ausreichende rechtliche Grundlage.

„Während viele Staatsanwaltschaften in Tierschutzdelikten die strafrechtlichen Sanktionen eher niederschwellig angehen, sogar vielfach die Verfahren zur Einstellung bringen, ist die Staatsanwaltschaft München II für ‚klare Kante‘ bekannt. Sie ordnet Tierquälereien auch vor dem Hintergrund des Schutzes der Tiere im Grundgesetz da ein, wo sie hingehören: als erhebliche Straftaten“, beurteilt PETAs Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung, Dr. Edmund Haferbeck, diesen Fall.

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