Landesjagdverband ruft zur Rücksicht auf

Frühling ist Kitz-Zeit 

Ein Rehkitz versteckt sich in einer hohen Wiese
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Bei Gefahr abtauchen und regungslos verharren. Eine gute Strategie gegen Füchse, keine gute bei Mäharbeiten

Der Frühling naht und somit auch die erste Mahd der Wiesen. Aber nicht nur hier lauern für Rehkitze gefahren – auch Freizeitaktivitäten können die Tiere beunruhigen

Landkreis – Der erste Mähschnitt auf den Wiesen steht an – und bei den Wildtieren ist Zeit des Nachwuchses. Deshalb rät die Kreisgruppe Ebersberg im Landesjagdverband Bayern, die Natur im Auge zu behalten, auch bei den Freizeitaktivitäten. Rehkitze kommen im Mai auf die Welt und haben in den ersten Lebenswochen den Instinkt, bei Gefahr regungslos in der Wiese zu verharren. Das hilft zwar, um vom Fuchs unentdeckt zu bleiben, kann aber tödlich sein beim Mähen der Wiesen. Die Jäger versuchen deshalb – soweit möglich – vor der Mahd die Kitze in Sicherheit zu bringen.

Dabei werden die Wiesen traditionell mit dem Hund abgesucht, Scheuchen werden aufgestellt oder es kommen Wärmebildkameras und Drohnen zum Einsatz, um die Kitze aufzufinden und vor dem Mähen wegzubringen. Wenn das Wetter passt, werden alle Grasflächen innerhalb kurzer Zeit gemäht. Deshalb appelliert Dr. Karem Gomaa, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Ebersberg: „Im Sinne des Tierschutzes müssen hier Landwirte und Jäger zusammenarbeiten. Wir sind hier auf die Mithilfe und Umsicht unserer Landwirte beim Mähen angewiesen!“

Gefahr durch Freizeitaktivitäten. „Bleiben Sie auf den Wegen!

Aber auch die vielen Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, die sich Corona-bedingt jetzt oft in Wald und Flur bewegen, können das Wild beunruhigen, was gerade in der Aufzuchtzeit kritisch ist. Gomaa wünscht sich deshalb: „Bleiben Sie auf den Wegen und gehen nicht querfeldein, das wird vom Wild toleriert. Sollten Sie ein Kitz im Gras liegen sehen, fassen Sie es nicht an, denn Kitze mit menschlicher Witterung nimmt die Mutter nicht mehr an.“

Wichtig ist es auch, die Hunde gerade in dieser Zeit angeleint zu lassen. Natürlich soll sich jeder frei in der Natur bewegen, auch gibt es keinen Leinenzwang für Hunde. Im Sinne des Tierschutzes sollten wir alle aber – Erholungsuchende, Landwirte und Jäger – Rücksicht auf das Wild nehmen.“ red

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