Landratsamt als Kreiseinsatzzentrale

Bedarfsplan für Katastrophenschutz steht

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Nahmen an der Erarbeitung des Bedarfsplanes für Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr teil: (v.li.) Günter Felsmann (THW), Bernhard Nowotny und Elisabeth Seibl-Kinzlmaier (beide BRK), Landrat Robert Niedergesäß, Andreas Heiß (Kreisbrandinspektion) und Stefan Deschermeier, der den Plan erarbeitete.

Der Landkreis Ebersberg gehört zu den ersten, die einen „Bedarfsplan für Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr“ erarbeitet haben.

Landkreis – Zeitnah sind rund drei Millionen Euro für Gerätschaften und mittelfristig weitaus höhere, zweistellige Millionenbeträge für die Errichtung einer Kreiseinsatzzentrale sowie eines Schulungszentrums bereitzustellen. Große Schadens-Ereignisse häuften sich in den vergangenen Jahren. Aber auch schwere Verkehrsunfälle erfordern oft die Zusammenarbeit von Feuerwehren, BRK und THW. 

Seit dem entsprechenden Kreistagsbeschluss im Herbst 2015, einen Bedarfsplan für Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr zu erstellen, fanden ein gutes Dutzend interne Besprechungen statt mit dem Resultat: ein 152 Seiten starkes Zahlenwerk, in dem vorhandene Gerätschaften und ihr Zustand erfasst wurden; in dem aber auch aufgezeigt wird, was noch und wann zu beschaffen ist. Benutzen werden die Gerätschaften die Aktiven der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren, Einsatzkräfte von THW und BRK. Die Koordination erfolgt durch die Kreisbrandinspektion und das Landratsamt als Kreiseinsatzzentrale. „Schon jetzt werden bei bestimmten Einsätzen nicht nur die zuständigen Feuerwehren, sondern auch das THW alarmiert“, erläuterte Kreisbrandrat Andreas Heiß. 

Noch heuer will der Landkreis mit je 200.000 Euro zwei Rüstwägen bezuschussen, die in Poing und Markt Schwaben stationiert werden. Mit 400.000 Euro ist der Zuschuss für einen Wechsellader für das THW beziffert, dessen Anschaffung ansteht. Mit gleich hohem Euro-Betrag steht der Einsatzleitwagen fürs kommende Jahr an. 2021 steht die Beschaffung eines Notstromaggregates für 200.00 Euro an. Mit 800.000 Euro sollen zwei Tanklöschfahrzeuge dann bezuschusst werden, aber auch Zuschüsse für die Schnelle-Einsatzgruppe SEK des BRKs sollen fließen. Bereits für 2023 plant man 300.000 Euro für den Ersatz des Schlauchwagens ein. Nach der Errichtung einer Kreiseinsatzzentrale, die nahe dem Landratsamt angesiedelt sein soll, will man sich mit der Errichtung einer zentralen Ausbildungsstätte intensiver befassen.

Derzeit sind die landkreiseigenen Ausbildungsstätten an verschiedenen Orten verteilt wie z.B. in Poing (Chemie) und Ebersberg (Atemschutz). Doch nicht nur das, die Ausbildungsstätten sind auch schon in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig. Schon jetzt hält man nach einem Grundstück Ausschau. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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