„Durchwachsene Silphie“

Landkreis motiviert Landwirte

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Besuchten eine der ersten, vom Landkreis geförderten blühenden Feldfläche, auf der die Mais-Ersatzpflanze „Durchwachsene Silphie“ maschinell angesät wurde (v.li.): Landrat Robert Niedergesäß, Landwirt Martin Lechner, Landschaftspflegeverbands-Geschäftsführer Josef Rüegg, Maschinenring-Geschäftsführer Josef Winkler und Biogasanlagenbetreiber Martin Rothmoser.

Mitten in Straußdorf ein Meer gelber Blüten. Der Landkreis Ebersberg fördert die Ansaat der Mais-Ersatzpflanze „Durchwachsene Silphie“.

Grafing – Biodiversität ist gefragt und hier setzt Landwirt Martin Lechner an, „auch wenn die die erste Zeit nach der Ansaat eine schmerzvolle war“. Enorm sind die Unterschiede zwischen dem einjährigen Mais und der bis zu zehn Jahren als Staude wachsende Silphie. 

Rund 0,7 Hektar hat Lechner mit einer Spezialmaschine ansäen lassen. Statt der üblichen 200 Euro für Mais musste er 2.000 Euro pro Hektar für die Silphie zahlen, dafür braucht er die kommenden zehn Jahre für die Ansaat nichts mehr investieren. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass der Boden ganzjährig vor Erosionsschäden geschützt ist. Die Bodenqualität wird verbessert. Bis zu zwei Meter lange Wurzeln bildet die Silphie und dient der Humusbildung. 

Statt Tadel für den Maisanbau gibt es jetzt Lob von Passanten für den gelben Florteppich und die summenden Bienen. Josef Rüegg freute sich, das wieder ein Landwirt sich für die Biodiversität entschieden hat. Lechner ist sich mit Martin Rothmoser handelseinig, dass Rothmoser den Ernte-Ertrag der Silphie in seiner Biogasanlage verwenden wird. Ein Spezialgerät wie zur Aussaat bedarf es nicht, wie Josef Winkler vom Maschinenring erklärte. Zwar haben Untersuchungen gezeigt, dass die Energieausbeute bei der Silphie nicht ganz der Ausbeute des Mais‘ entspricht. Doch es hält sich im Rahmen und Lechner hat weniger Feldarbeit. Bisher hält sich die Schädlingsbekämpfung bei der aus Nordamerika stammenden Pflanze im Rahmen. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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