Corona-Update Landkreis Ebersberg

Fünftes Corona-Opfer im Landkreis Ebersberg

Gestern ist ein weiterer Landkreisbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Es handelt sich um einen vorerkrankten 79jährigen Poinger Mitbürger.

Landikreis - Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 28. April, 111 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 163 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 439 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 323 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.   In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 28. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 16 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.   Gestern ist ein weiterer Landkreisbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Es handelt sich um einen vorerkrankten 79jährigen Poinger Mitbürger.   

Über das Diagnostikzentrum wurden am Montag 377 Personen untersucht. Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am Montag 113 Anrufer informiert. Das Bürgertelefon (08092) 823 680 ist unter der Woche an Arbeitstagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092) 823 685 steht von 7.30 bis 17 Uhr zur Verfügung, am Donnerstag ebenfalls bis 18 Uhr, am Freitag nur bis 12.30 Uhr. Dort waren am Montag 33 Anrufe zu verzeichnen.   

Die Trauer-Hotline erreicht man unter der Telefonnummer (08092) 823 684 und zwar am Montag von 9 bis 12 Uhr, am Dienstag von 14 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 9 bis 12.00 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Am Montag hat sich ein Anrufer dorthin gewandt.   Neben der staatlichen Unterkunft in Grub sind in vier dezentralen Asylbewerber-Unterkünften des Landkreises einzelne Bewohner bzw. die gesamte Unterkunft wegen Corona-Infektionen in Quarantäne.   

Am vergangenen Wochenende und Montagabend wurde ein großer Teil der über 900 Mitarbeiter der Firma Schustermann & Borenstein, die dort  im Schichtbetrieb arbeiten,  auf eine Infektion mit dem Corona-Virus untersucht, weil dort vermehrt Fälle festgestellt wurden. Bei den ersten 640 Abstrichen vom Wochenende hatten 61 ein positives Testergebnis und sind in Quarantäne, nur fünf davon stammen allerdings aus dem Landkreis Ebersberg. Die für die anderen zuständigen Kreisverwaltungen bzw. Gesundheitsämter sind informiert. Die Firma betreibt in Poing ein Logistikzentrum für den Online-Versandhandel mit Bekleidung und Accessoires. Sie kooperiert sehr eng mit dem Gesundheitsamt und  hat ein sehr umfangreiches Konzept vorgelegt, um weitere Infektionen unter den Mitarbeitern einzudämmen. Derzeit finden täglich Abstimmungsgespräche statt, um das Virus unter der Belegschaft auszutrocknen, dichte Untersuchungszyklen überwachen die Entwicklung.   

Landrat Robert Niedergesäß: „Trotz der sich abzeichnenden oder schon realisierten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zeigt ein Blick auf die weiterhin steigenden Infizierten-Zahlen, dass wir uns immer noch mitten in der Pandemie befinden. Man sieht es auch daran, dass allein im Landratsamt Ebersberg täglich fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Bewältigung der Krise arbeiten. Ein Schwerpunkt dabei ist die oft aufwändige Ermittlung von Kontaktpersonen von Infizierten. Für diese Aufgabe erhalten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Unterstützung von innerhalb und außerhalb unserer Kreisbehörde. In der kommenden Woche wird diese wichtige Arbeit in sogenannte CTTs (Contact Tracing Teams) organisiert, weiter professionalisiert und personell verstärkt - ein wichtiger Beitrag um die Ausbreitung des Virus besser nachzuverfolgen und dadurch unter Kontrolle zu bekommen.“ lra

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