Konsequenz aus Schulbus-Unfall

Landrat fordert Kreisverkehr

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Ein Kreisverkehr soll die Unfallgefahr an der Stelle entschärfen, wo am Freitag zwei Busse kollidiert sind.

Konsequenz aus Schulbus-Unfall: Landrat Robert Niedergesäß fordert einen Kreisverkehr zwischen der Staatsstraße 2079 und der Kreisstraße EBE 15

Glonn – Landrat Robert Niedergesäß reagiert in einer Pressemitteilung auf den schweren Schulbusunfall vom letzten Freitag zwischen Glonn und Herrmannsdorf. Er habe nach Bekanntwerden des Unfalls unmittelbar Kreisbrandrat Andreas Heiß kontaktiert und sich im Anschluss vom vor Ort anwesenden Kreisbrandmeister informieren lassen. In Folge dieses schweren Unfalls habe er erfahren, dass es an dieser Stelle im Kreuzungsbereich zwischen der Staatsstraße 2079 und der von Herrmannsdorf kommenden Kreisstraße EBE 15 wohl schon mehrere Unfälle gegeben hat, was ihm am Montag auf Nachfrage im Landratsamt bestätigt wurde. Zwar liege wohl bisher kein offizieller „Unfallschwerpunkt“ vor, „es muss aber nicht noch mehr passieren, bevor hier zielgerichtet gehandelt wird“, so der Landrat. Niedergesäß schlägt daher eine schnellstmögliche Entschärfung der dortigen Verkehrssituation durch einen Kreisverkehr vor. Die bisherigen Erfahrungen mit Kreisverkehren belegen die positiven Wirkungen:

Die Geschwindigkeit wird verringert und die Einfädel-Situation gestaltet sich wesentlich entspannter. Gerade die einhergehende Geschwindigkeitsreduzierung täte der Kreuzung bei Georgenberg und Herrmannsdorf sehr gut. Der aus Richtung Hohenthann anbrausende Verkehr auf der Staatstraße würde im Kreuzungsbereich deutlich abgebremst und könnte damit auch als Geschwindigkeitstrichter Richtung Glonn-Wetterling wirken. Ob der östliche Kreuzungsbereich Richtung Antholing in das Konzept eingebunden werden könnte, müsste im weiteren Planungsprozess geklärt werden. „Ich werde das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Verkehrsausschusssitzung setzen, damit wir hier zeitnah vorankommen und Nägel mit Köpfen machen“, so Niedergesäß. 

Der Landrat kritisiert in diesem Zusammenhang auch die immer noch viel zu starre Straßenverkehrsordnung, die kaum Spielräume für regional passgenaue Lösungen vor Ort lasse. Niedergesäß: „Dass wir genötigt werden, die sinnvollen Geschwindigkeitstrichter vor Ortschaften mit einer Tempo-80-60-Regelung durch eine durchgehende Tempo-70-Regelung zu ersetzen, bloß um den Schilderwald abzubauen, können weder betroffene Anlieger, Familien mit Kindern noch ich nachvollziehen, auch hier werde ich im Innenministerium nachfassen!“ red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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