Platzmangel im Amt

Das Landratsamt Ebersberg platzt aus allen Nähten

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Im Landratsamt haben 20 Prozent der Mitarbeiter keinen festen Arbeitsplatz. Sind Container die Lösung?

Landkreis – Das ehemalige Sparkassengebäude, das eine Entlastung der Raumnot im Landratsamt hätte bringen sollen, steckt in der Projektentwicklung fest (wir berichteten). Mit der Anmietung kleinerer Büroeinheiten soll nun der Platzmangel behoben werden. 

Aktuell arbeiten – wenn alle Mitarbeiter da sind – 20 Prozent mehr Menschen im Gebäude an der Eichthalstraße als hierfür Arbeitsplätze vorhanden sind. Geht es nach dem Personalbeiratsvorsitzenden Norbert Probul, so müssten unverzüglich neue Räume angemietet werden. Zu oft seien aufgrund der räumlichen Enge Hindernisse im Arbeitsablauf hinzunehmen, erklärte er mit Nachdruck. 

Neben der Anmietung geeigneter Räumlichkeiten soll auf Drängen der SPD-Kreisräte, auch das freistehende Landkreis eigene Nebengebäude des Verwaltungsgebäudes an der Kolpingstraße als Ausweichquartier für das Landratsamt geprüft werden. Zwar hatte man zu Beginn der Debatte noch über die Standorte diskutiert, an denen die angedachte Containerlö- sung zur Unterbringung von 60 Mitarbeitern geprüft worden war. Für den Parkplatz beim Jugendzentrum wäre zwar Platz gewesen, doch 36 Parkplätze wollte man nicht opfern, da auch diese Mangelware in Ebersberg sind. Schnell schien die einzig annehmbare Lösung, der Platz an der Realschule zu sein. Doch hier fürchtete die Bauverwaltung des Landratsamtes, dass die Stadt Ebersberg eine Bauleitplanung fordere. Denn gemäß Paragraph 34 BauGB müsse für die Container nachgewiesen werden, dass sie sich in die Umgebung einfügen. 

Am Ebersberger Sportpark wäre auch Platz für die Container-Lösung gewesen, aber aufgrund der schlechten Anbindung mit dem ÖPNV, wurde noch vor der Sitzung davon Abstand genommen. Was aber die Kreisräte von der Containerlösung wirklich abbrachte, war die immense Auswirkung auf den Kreishaushalt. Für das Anmieten der Container müsste man innerhalb von vier Jahren gut drei Millionen zahlen und hätte hinterher nichts. Beim Kauf der Container liegt man im gleichen Preissegment. Als diese Zahlen fielen, gehörte die Container-Lösung für die Mitarbeiter des Landratsamtes der Vergangenheit an. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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