„Wir dürfen nicht vergessen, wie gut es uns geht“

Gut besuchter Drei-Königs-Empfang der Grafinger CSU

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Beim Drei-Königs-Empfang der Grafinger CSU im Kastenwirt treffen Bürger alljährlich Politprominenz aus Stadt und Land.

Landtagsabgeordneter Thomas Huber begrüßte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in Grafing.

Grafing – Frieden und vernunftgeprägte Entscheidungen in der großen wie auch kleinen Politik, wünschte Grafings Landtagsabgeordneter Thomas Huber. „Opfer des eigenen Erfolgs“, nannte Huber die Kehrseite der Medaille. Zuzug und die daraus folgenden Situationen wie volle S-Bahnen, verstopfte Straßen und hohe Mieten und Immobilienpreise stehen dem wirtschaftlichen Erfolg in der Boomregion München gegenüber. Groß ist die Freude, dass zum dritten Mal der Landkreis Ebersberg als „Deutschlands wirtschaftsstärkste Region“ ausgezeichnet wurde. 

Obwohl es den Bürgern derzeit so gut wie noch nie ginge, so wachsen dennoch Ängste vor Wohnungsnot, Kriminalität und sozialem Abstieg, bedauerte Huber. Hier gelte es aufzuklären, damit letztendlich einer weiteren Zersplitterung der Parteienlandschaft nicht Vorschub geleistet werde. „Vor lauter Angst wird leider oft vergessen, wie gut es uns geht und welche Möglichkeiten wir haben“, betonte Huber. Er setze sich dafür ein, dass „das S in der CSU den Stellenwert behält, der ihm zukommt“. 

Aufs freundlichste hatte Huber zuvor Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßt, hingewiesen, dass für Festredner am Drei-Königempfang in Grafing – wie Markus Söder und Albert Füracker – oftmals der politische Aufstieg erfolgte. Dem entgegnete Kaniber gelassen „Mach mir keinen Druck!“. 

Ganz unbekannt sind Grafings Gepflogenheiten Kaniber nicht, denn „ich habe die letzten fünf Jahre an der Seite von Thomas Huber verbracht“. „Aha!!“ warf Hubers Ehefrau Elli knapp, aber vernehmlich ein. „Im Plenarsaal saß ich rechts von ihm, in den Fraktionssitzung links“. Die Zeiten sind vorbei. Jetzt sitzt sie auf der Regierungsbank und will „Herausforderungen zunächst mit bewährten Mitteln beantworten“. Der Begriff „neu“ falle ihr zu oft bei Lösungsvorschlägen, erklärte sie. Auch gegen ein schwarz/weiß-Denken sprach sie sich aus. Sie setze sich für das tatkräftige Handeln Deutschlands gegen den Klimawandel ein, auch wenn es in den Nachbarländern nicht geschieht. Der Klimaschutz sollte in der Verfassung Raum haben. So plädierte Kaniber für das 365 Euro-Ticket im öffentlichen Nahverkehr. Für den sozialen Frieden zu sorgen, ist ihr wichtig. Die dreifache Mutter betonte, dass der Freistaat jährlich 3,9 Milliarden Euro für Familien und eine Milliarde Euro für den Sozialen Wohnungsbau sowie für Baukindergeld ausgebe. „Donnerstags-Demos dürfen bei uns nicht kommen“, erklärte sie entschlossen. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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