Leserbriefe

Windräder im Ebersberger Forst: Das meinen unsere Leser

Ein Windrad vor blauem Himmel
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Soll es Windräder im Ebersberger Forst geben? Die Bürger stimmen ab

Das Thema polarisiert. Sollen im Ebersberger Forst fünf Windräder gebaut werden. Viele Leserbriefe erreichen uns, wir können diese leider nicht alle abdrucken. Vorenthalten wollen wir sie Ihnen aber auch nicht.

Landkreis - Am 16. Mai sollen die Landkreisbürger darüber abstimmen, ob Planungen und Voruntersuchungen über fünf Windräder im Ebersberger Forst vorgenommen werden sollen. Ein heißdiskutiertes Thema. Hier lesen Sie, wie dies unsere Leser sehen. Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe in keinster Weise die Meinung des Verlages widerspiegeln. Leserbriefe stellen ausschließlich die Meinung der Verfasser dar. Sie haben auch eine Meinung zum Thema: dann schreiben Sie uns: redaktion@grafinger-anzeiger.de

Franz Höcherl aus Pliening schreibt: Wir haben ein klassisches Paradox; d.h. Gegner der EBE Windräder wollen eigentlich alle die finale Klimakatastrophe abwenden sind aber zugleich dagegen, wenn es um den eigenen Beitrag zur Energiewende geht. Oder geht es schlicht nach dem St. Floriansprinzip; Ja, aber nicht vor meiner Haustür. Schließlich wird der Wald noch zum Mythos erklären, um endgültig von der Energiewende abzulenken. Auf dieser emotionalen Ebene versucht man dann unterschwellig zu vermitteln, dass aus dem Wald einmal ein Windpark entstehen könnte. Dieselben Leute wissen aber auch, dass ausnahmslos alle Befürworter der Windkraft im EBE Forst den nachhaltigen Schutz des Forstes und damit auch die Schutzwirkung der LSG-VO auf „ewige“ Zeiten festschreiben wollen. Sonst wird überhaupt nicht mehr weitergeplant. Abgesichert wird das ganze durch einen Beschluß des BUND Naturschutz/ KV EBE, dem Kreistag, der vertraglichen Vereinbarung zwischen Freistaat und Lkr. EBE (in Person des Herrn Landrates Niedergesäß). Ein JA zu 5 WKW gibt es also nur, wenn die umfangreiche SAP (spezielle artenrechtliche Untersuchung) den langfristigen Schutzzweck (lt. Landschafts-Schutz-Verordnung/LSV) bestätigt. Wir sind auch froh, dass die Untere Naturschutzbehörde EBE diesen Prozess fundamental kritisch verfolgt.

Wenn also das „Grüne Herz“ des Lkr gesichert weiter schlägt, gibt es aus naturschutzfachlichen Aspekten keine Gründe mehr, sich gegen die Windräder zu wenden. Sonst ist man entweder Klimaleugner oder handelt aus privat-lokalen Interessen. Das Paradoxon müßte spätestens jetzt aufgelöst werden. Über das hinaus haben wir als Bürger, als Europäer eine globale Gesamtverantwortung für Mensch und Natur. Wir haben die Aufgabe die Schöpfung zu bewahren und die Überlebensbedingungen der Menschen in EBE und am Tschadsee zu retten. Dort ist es 5 vor 12. Wir haben im menschengemachten Erdzeitalter (Anthropozän) die Lebensbedingungen (Globalparameter) wie Klima, Wasser, Luft und Boden ins Wanken gebracht und das langfristige Gleichgewicht schwer gestört. Das haben die Menschen bisher gründlich vermasselt und stehen nun vor dem selbstverursachten Scherbenhaufen, der durch die Klimakrise zur Evidenz geworden ist. Das Oberziel, dem alles unterzuordnen ist, ist den Temperaturanstieg zu begrenzen, weil sonst die fortschreitende Verwüstung der südlichen Breitengrade nicht mehr zu stoppen ist und in Mitteleuropa nur noch Korkeichen überleben können. Auf unseren Mikrokosmos EBE heruntergebrochen heißt das, dass sich auch hier die Vegatationsbedingungen gewaltig ändern werden. Dann gibt es in der Form keinen EBERSBERGER FORST mehr, der zu schützen ist, weil er vertrocknen ist. Was wird dann mit dem Erhalt der 2000 ha Wasserschutzgebiet; unser kleiner „Tschadsee“ für die Wasserversorgung der Bürger. Die Einwanderung von nicht-authochtonen (aus fremder biologischer Genetik) Erregern, Tieren und Pflanzen ist dann kaum mehr zu stoppen; weil temperaturgesteuert und keine natürlichen Feinde vorhanden. Schon heute ist klar, dass dies der Nährboden für weitere, unbekannte Pandemien ist. Die Zusammenhänge zwischen Klimawandel (Überhitzung), Naturzerstörung und Auswirkungen auf die Gesundheit sind erst am Beginn der wissenschaftlichen Untersuchungen. Wir müssen uns persönlich verantwortlich fühlen, dass weitere Millionen von Menschen, denen schon jetzt die minimalsten Überlebensbedingungen geraubt worden sind, dass sie alle dahin flüchten müssen, wo noch Wasser und Nahrung ist. Der Tschadsee, das „ Lebensmittel" der von Millionen Menschen ringsum ist z.B. durch Klimawandel (und auch andere Einflüsse) in den letzten 60 Jahren um drastische 90 % geschrumpft. *). Jedes weitere Ignorieren der Notwendigkeit des Klimawandels ist „tödlich“. Wir müssen dringend über unseren „Thujenzaun“ hinausschauen und das Ganze sehen. Wer noch ein bisschen gläubig ist, oder an höhere Werte glaubt, lese Papst Franziskus ’Laudatio Si', oder hört einfach mal in sich hinein, was ethisch-moralisch von uns gefordert ist. Als energietechnischer Aspekt sei noch erwähnt, dass wir den maximalen Aufbau von Windenergie brauchen, um den Auslauf der Atomkraft zu kompensieren (sinngemäß: H.W.Sinn /ehem. IfOPräsident). Da liegt der Umkehrschluss nahe, dass viele schon darauf warten, die AKW’s als Fallback-Lösung zu erhalten. WKA-Gegner würden das also in Kauf nehmen müssen! Nur durch konsequenten Klimaschutz und der Energiewende wird der EBE Forst und alle Wälder weltweit zu retten sein.

Linda Mayr aus Pöring schreibt: Es war einmal ein dunkelgrüner Forst in dem sich viele Tiere tummelten und der zur Freude der Menschen ihr letzter Rückzugsort war, um gesunde, reine Luft zu atmen und Ruhe zu finden, denn überall war die Erde schon zugepflastert und von Straßen durchkreuzt. Außerdem lieferte der Wald Holz und Wildbret und köstliche Pilze und Beeren.

Eines Tages aber war es soweit, daß die Welt Strom, Strom, Strom und nochmal Strom brauchte um ihr das bequem fortführen zu können und dafür war den Menschen kein Preis zu hoch. Da kamen Leute auf die Idee, in diesem letzten Wald der noch übrig war, 170 m hohe Türme aufzustellen, die alles bei weitem überragten und wenn der Wind wehte, diese Energie liefern sollte. Es wurden wochenlang sehr tiefe Gruben gebaggert und gebaggert, um die Fundamente, die die Türme brauchten, damit sie nicht umfallen, auszuheben. Und tonnenweise wurde Beton hineingekippt und schon wuchsen die Türme schier in den Himmel, die Menschen waren erschrocken und kamen sich vor wie Ameisen. Als die Riesenflügel der Giganten angebracht waren, ging ein Sausen und Brausen durch den verbliebenen Wald. Die Tiere verkrochen sich oder flohen, fanden aber keine andere Bleibe mehr. Auch die Menschen fürchteten sich, denn es wuchsen mehr von diesen riesenhaften Windmühlen in den Himmel und es traute sich bald keiner mehr in den restlichen Wald hinein und alle wurden sehr traurig. Ganz abgesehen von diesem ‚realen‘ Märchen frage ich mich, was ist, wenn in so einem Windrad ein Blitz einschlägt und der Motor zu brennen anfängt?

Markus Weilhammer aus Steinhöring schreibt: Ein Landkreisbürger versteht die Welt nicht mehr und kommt sich vor wie in einem Horrorfilm.Ein Abbild von einem Reh in einer hiesigen Tageszeitung das die Rehe jetzt ihre Ruhe im Wald brauchen, hiesige Politiker die Werbung für den Erhalt des Ebersberger Forstes machen aber gleichzeitig inklusive des Landrats ein „JA“ für die Windräder im Forst machen. Die wissen ja scheinbar nicht was Sie da an wichtiger Natur im Landkreis für immer zerstören weil es dem bayerischen Landtag und seiner abgeordneten Politikern im Landkreis nur um ein Profitdenken geht weil man mit dem erzeugten Strom mehr Gewinn machen kann als die bewirtschaftung und der Holzhandel hergibt. Vielleicht kann man mit dem erzeugten Strom sogar an die Börse gehen oder sich bei großen Energieversorgungsunternehmen einkaufen. Kommunalpolitiker aus Glonn machen sich wichtig für das „JA“ der Windräder im Forst nur um abzulenken das die Windräder in ihrer Region besser geeignet wären und auch die Windverhältnisse da sind,nur um sie im Glonner Hinterland zu verhindern. Da braucht man aber keine unmengen von Bäumen zu fällen und die Natur zu beschädigen. Die Windmesswerte vom Forst sind unter Verschluss! Das stinkt doch zum Himmel! Der Landkreis Ebersberg hat seit vielen Jahren Probleme mit dem Grundwasser bzw. der Trinkwasserversorgung. Der Forst ist ein lebenswichtiger Garant für sauberes Trinkwasser das durch den Bau der Windräder stark beeinträchtigt werde weil dort viel Stahlbeton und auch Chemie eingesetzt würde was die Trinkwasserversorgung in der Ebersberger Region in ein paar Jahren nach dem Bau der Windräder stark verschlechtern und beeinträchtigen würde. Die ganzen Tiere im Ebersberger Forst werden durch die Windflügel Geräusche und den alltäglichen Montage und Wartungsverkehr so aufgescheucht weil sie keinen natürlichen Lebensraum mehr haben. Aber dann können sie die Rehe und Hirschen, Wildschweine und alles was da drin wohnt abschiessen wie sie es ja seit Jahren gerne machen würden.

Mit den geplanten fünf Windrädern und vor allem mit den Zufahrtsstraßen zu diesen die annähernd eine Autobahn Breite haben werden bleibt doch vom Ebersberger Forst nicht mehr viel übrig und den Aussichtsturm können sie auch gleich als Windrad umbauen weil man vom Forst außer der Windräder und für immer zerstörter Natur für den Menschen und vor allem aber der darin befindlichen Tier und Faunawelt nichts mehr groß sehen wird. Das Trinkwasser in der Region wird sich noch massiver verschlechtern und es geht ein großes Stück Lebensqualität im Landkreis verloren außer das die Politgeier sich rühmen können mit einem CO neutralen Landkreis und was sie jetzt für die Stromwelt getan haben. Das kann man vielen naiven Landkreisbürgern so verkaufen die dann auch glauben ihre Stromrechnung werde in der Zukunft erheblich niedriger ausfallen. Einen Landkreis als CO Abgas Neutral zu verkaufen weil man jetzt Windräder aufstellt ist doch nur naives denken und vor allen ein für blöd verkaufen der Bürger und Bürgerinnen. Die sollen die Gegenvorstellung  mal sagen was an wichtigen Sauerstoff Lieferanten sie zerstören nämlich die Bäume und das Trinkwasser schädigen. Das ist wie E-Auto. Der Strom kommt aus der Steckdose. Bei mir stinkt es nicht. Die sollen einmal nach Norddeutschland fahren wo die Schornsteine qualmen und die Flüsse nur noch grün/braune Gewässer sind weil sie aufgestaut werden und für den Menschen Strom erzeugen. Das ist doch alles Lug und betrug und ein schönreden. Wir Menschen müssen mit dem Strom gewissenhafter umgehen und Strom einzusparen wo es nur geht und nicht ständig neue Quellen erschließen die dann angeblich Naturfreundlich; Bio und CO Neutral sind. Die sollen Windräder dahin bauen wo man nicht unmengen an Bäumen fällen muß und Trinkwasser Ressourcen und Lebensraum für die Tierwelt und Erholungsraum für den Menschen für immer und nachhaltig zerstört wird.

Aber in einen Landkreis wo sogar der Bund Naturschutz für die Windräder ist verstehe ich die Welt nicht mehr und auch die Grünen sind dafür weil es ja Naturfreundliche Energiegewinnung ist! Und die Roten und schwarzen weil sie ein Profit Denken in ihren Köpfen haben und weil es ja zum Teil scheinheilig und heuchlerisch ist für den Bau der Windräder im Forst zu schreien damit man ablenken kann weil Sie die Windräder in ihrer Region nicht haben wollen. Aber man müßte bei Ihnen keine Bäumen fällen und die Natur zerstören. Dort wo Platz und die Windverhältnisse gut wären werden sie abgelehnt und laut für den Ebersberger Forst plädiert der eigentlich ein Naturschutzgebiet ist!!! Aber die glauben mit falscher verkauften Propaganda weil Windräder ja ökologisch sind kann man die andere Natur die wichtig ist für Mensch und Tier ist für immer zerstören. Für die Grünen Partei kann ich nur sagen euch haben Sie auch schon gekauft. Vor 25 Jahren seit Ihr noch richtige Greenpeace Aktivisten gewesen da seit Ihr auf den Bäumen gesessen die man jetzt fällen möchte.

Das ist Themaverfehlung und nichts anderes als Bürger Verdummung und heuchelei. Ihr seid ja nur noch damit beschäftigt sich darüber aufzuregen wenn dem Kreistag oder gar dem Landrat vorgeworfen werde das es zum Schuß anstatt fünf doch noch mehr Windräder werden würden. Nochmal das ist Themaverfehlung und Heuchelei und ein Verbrechen an die Landkreis Bürger und die ansässige Tier und Faunawelt. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben das es zum Bürgerentscheid doch noch Menschen gibt die ihr Lebensgefühl und ihren Verstand doch noch dazu gebrauchen die Trinkwasser Versorgung die Natur und ihre Nutznießer einschließlich der Tier und Faunawelt und dem erholungssuchenden Menschen zu helfen und diese Planung von egoistischen Profitgeiern zu verhindern. Auch die Nachwelt wird es Ihnen danken.

Karl-Heinz Koenig (AK Energiewende Kirchseeon) aus Kirchseeon schreibt: Wenn nicht Windkraft und erneuerbare Energien jetzt ausbauen, wann dann? „Wir waren am Hamberger Windrad. Das braucht ja viel weniger Platz als ich jemals gedacht habe! Gehört haben wir gar nichts und das Ding hat sich gedreht wie sonswas!“ Eine nette und zufällige Unterhaltung am Ostermontag. Das beflügelt im wahrsten Sinne des Wortes, um sich weiter und intensiv für den Ausbau der Windkraft im Landkreis einzusetzen. Nicht nur dass Windräder, angeblich nach ihrer Nutzung als Industrieruinen im Forst verbleiben, dass metertiefe Fundamente den Grundwasserhaushalt zertstören, nein auch immer wieder verwendte Argumente wie Infraschall und anderen Emissionen, sowie weitere skeptische Betrachtungen, scheinen plötzlich wie weggeblasen. Dazu kann man dann noch ergänzend, ein eingehendes Studieren der Windkraft Seite der Energieagentur zur weiteren, objektiven Meinungsbildung empfehlen. (www.windenergie-landkreis-ebersberg.de)

Windräder greifen nicht, wie bei der Öl-, Gas- und Kohlegewinnung, sowie der Nukleartechnik zertsörend, großflächig in die Landschaft ein, sondern verändern lediglich Ihr Erscheinungsbild. Windkraftanlagen wurden laut Herrn Utschig, häufig mit großen Diskussionen an anderen Standorten der bayerischen Staatsforsten gebaut, dann aber als Symbole des technischen und umweltfreundlichen Fortschrittes wahrgenommen und akzeptiert. Windkraftgegner werden jedoch nicht müde mit allen nur erdenklichen, häufig nicht faktenbasierten Argumenten, gegen den Bau von Windkraftanlagen anzukämpfen. Fotomontagen, mit bewußt falsch aufgebauten Darstellungen, werden zum Beispiel immer wieder als Schreckgespenst gezeigt. Wäre man in der Vergangenheit mit ähnlicher Vehemenz und Engagement gegen den Bau zahlloser Atomanlagen, der Fortführung der extrem umweltbelastenden Kohlenutzung angegangen, es stünde deutlich besser beim Zustand unserer Wälder und bei der Landwirtschaft.

Die Folgelasten der Atomindustrie, des Kohleabbaues mit deren umfassende Klima- und Umweltfolgen, wurden nicht, wie dies bei Windkraftanlagen gesetztlich geregelt ist, mit einer genügenden Rücklagenbildung und zahlreichen Auflagen vorausschauend abgesichert. Die Folgen und Kosten werden schlicht und ergreifend der Allgemeinheit, uns allen, aufgebürdet. Der jahrelang als super günstig bezeichntete Atomstrom ist aktuell betrachtet, extrem teuer geworden, rechnet man die eklantanten, nach wie vor nicht gelösten Folgelasten mit ein. Eine äußerst schwierig zu bewältigende Bürde mit großer finazieller und kultureller Tragweite, die wir unseren Nachkommen auf diesem Planeten nicht einfach so hinterlassen dürfen. Daher müssen wir jetzt schnellstens für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung mit Bürgerbeiteiligung vor Ort eintreten. Das wird nicht ohne Windkraft gehen, auch nicht ohne 5 Windräder im Forst.

Hans Reichmeyer aus Grafing schreibt: Neulich ist mir ein Flyer ins Haus geflattert, der unter dem Titel „NEIN beim Bürgerentscheid“ dazu aufruft, gegen die Windräder im Forst zu stimmen. Ich habe mich über den Flyer sehr geärgert. Schon das Titelbild suggeriert mit einer Fotomontage einen riesigen Windpark, während es beim Bürgerentscheid lediglich darum geht, ein langwieriges Planungs- und Prüfungsverfahren für FÜNF Windkraftanlagen im Ebersberger Forst erst einmal zu beginnen. Das bedeutet unter anderem, dass eine natur- und artenschutzrechtliche Untersuchung überhaupt erst durchgeführt wird. Eine solche Untersuchung kann auch zu dem Ergebnis führen, dass im Forst keine Windräder gebaut werden dürfen. Man will also durch eine Ablehnung im Bürgerentscheid verhindern, dass eine fachliche Prüfung überhaupt durchgeführt wird.

Stattdessen beschreibt man den Ebersberger Forst als ein Naturidyll, das er leider durch den fortschreitenden Klimawandel längst nicht mehr ist. Die Absicht, den Forst für Kinder und Enkel erhalten zu wollen, ist ein erstrebenswertes Ziel und das will ich den Initiatoren des Flyers ja nicht absprechen, allein ihr Vorgehen ist kontraproduktiv. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Einzig und allein eine schnelle Energiewende kann unser Klima und damit den Forst noch retten. Und dazu ist es unerlässlich Windkraftanlagen zu errichten, auch im Forst, ergänzt durch PV-Anlagen und effizientere Energienutzung. Aber davon ist in besagtem Flyer leider kein Wort zu finden. Aber wir sollten nicht nur auf die Politik warten. Jeder hat es selbst in der Hand, Energie zu sparen, grünen Strom zu beziehen oder gar selbst PV-Module aufs Dach zu setzen. Wer noch Zweifel hat, was jetzt zu tun ist, dem sei folgendes Video von Prof. Harald Lesch zu diesem Thema empfohlen: http//:www.energiewende-vaterstetten.de/lesch.mp4

Elisabeth Schweig aus Poing schreibt: Es ist einerseits sinnvoll per Windkraft Strom zu gewinnen, andererseits wiegen die Nachteile daraus schwer. Die Zufahrtsstraßen und die Fundamente müssen enorm stabil gebaut werden, was den Waldboden nachhaltig extrem schädigt und die Betonfundamente können niemals mehr entfernt werden. Das Baumaterial für die Rotoren ist teilweise hochgiftig und kann nicht mehr recycelt werden. In Norddeutschland ist die Landschaft viele Kilometer lang mit Windrädern verbaut. Interessant ist, wenn zuviel Strom produziert wird, die Windräder abgeschaltet werden müssen. Die Betreiber bekommen aber für diese Leerzeiten trotzdem ihr Geld. Das EEG = Energieeinspeisungsgesetz macht diese Regelung möglich und die Bevölkerung zahlt dafür. Es ist ein Hohn, dass dieser gewonnene Strom zu einem Großeil ins Ausland verkauft und z.T. sogar verschenkt wird. Die Bundesregierung zahlt z.T. dafür, dass überschüssiger Strom vom Ausland abgenommen wird. Wenn kein Wind weht muss Deutschland vom Ausland teuer Strom kaufen. Ein ganz wesentlicher Faktor ist, dass in ca. 150 m Höhe sämtliche Insekten und Vögel regelrecht geschreddert werden. Da wird sinnvoll dafür geworben, dass das Bienensterben aufgehalten wird - jeder verantwortliche Hobbygärtner achtet darauf - denn die Arbeit der Bienen ist überlebensnotwendig - andererseits werden Millionen Insekten durch die Kraft der Windräder regelrecht ausgerottet. Der Boden im Windschatten der Rotoren trocknet aus und wird dauerhaft unbrauchbar gemacht. Das Bäumesterben im alleinigen Naherholungsgebiet Ebersberger Forst ist z.T. vorprogrammiert. Ist es das wert, wenn nur 20 % des Verbrauchstroms für den Landkreis gedeckt werden kann?

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