Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Mehr Mobilfunkmasten in Pöring?

+
Sollte die Bahn auf ihrem eigenen Gelände einen Mobilfunkmasten errichten? Diese Meinung vertritt SPD-Gemeinderätin Bianka Poschenrieder.

Lieber einen hohen Masten oder viele kleinere für den Mobilfunk? Darüber wurde im Zornedinger Gemeinderat diskutiert

Pöring – Die Idee an sich ist gut: Eine bessere Versorgung durch Mobilfunkanbieter – aber die Anlieger haben was dagegen. Mindestens ein neuer Mobilfunkmast, zehn Meter hoch, so hätte es die Deutsche Telekom gerne im Zornedinger Ortsteil Pöring. Als Standort angedacht wären zwei Grundstücke an der Eglhartingr Straße. Eine diesbezügliche Anfrage wurde zuletzt im Grundstücks-/-Bau- und Umweltausschuss diskutiert. 

Die beauftragte Tele-Consult GmbH wollte somit eine Funklücke bei den Mobildienstleistungen schließen. Eine Versorgung diesbezüglich sollte die ICE-Strecke, das nordöstliche Zorneding und den Ortsteil Pöring mit der nötigen Infrastruktur versorgen. Die Ausschussmitglieder konnten sich dafür nicht begeistern lassen. Vielmehr war man der Überzeugung, dass es anstatt diesem einen relativ kurzen Masten, dem vermutlich mehrere ähnliche Objekte folgen würden, einen großen, 40 Meter hohen Mast anbringen sollte. Der würde dann auch noch weitere Gebiete im Gemeindegebiet versorgen können. Als Alternativstandort würde sich - so die Mehrheit der Ausschussmitglieder - der Freizeitberg anbieten. 

Dass eine 5G-Versorgung gewünscht sei, das scheint auch in Zorneding unbestritten. Aber eben ohne Anhäufung kleiner Masten. Immerhin: Bedarf scheint zu bestehen, am Daxenberg und im Unterdorf herrsche Unterversorgung. Pikant: Laut Sitzungsleiter Piet Mayr gäbe es ja in der Umgebung bereits einen 40 Meter hohen Mast, im Besitz der Regierung von Oberbayern. Nur: Dieser sei noch nicht bestückt - sprich: an einen Betreiber vergeben. Letztendlich wurde der Antrag der Tele-Consult GmbH abgelehnt. Aber einig war sich die Räte, dass Gemeindevertreter mit mehreren Mobilfunkanbietern an einen runden Tisch sitzen sollen, um mögliche Standorte kommender Masten zu besprechen. 

Ein Thema könnte dabei sein, dass die Deutsche Bahn für die Mobilfunkversorgung entlang der ICE-Strecke schlicht ihr eigenes Bahngelände als Funkmaststandort nutzen sollte, wie es SPD-Rätin Bianka Poschenrieder in der Ausschusssitzung vorschlug. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Diese Heimtiere suchen ein neues Zuhause
Diese Heimtiere suchen ein neues Zuhause
Philipp Quinlan komplettiert Offensive beim EHC Klostersee
Philipp Quinlan komplettiert Offensive beim EHC Klostersee
Kämmerer strebt Bürgermeisteramt in Grafing an
Kämmerer strebt Bürgermeisteramt in Grafing an
Aktiv gegen Falschparker und Raser in Vaterstetten
Aktiv gegen Falschparker und Raser in Vaterstetten

Kommentare