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Lückenschluss mindert Lärmbelastung für Kindergarten

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Um den geplanten Kindergarten bei Maria Linden vor dem Lärm der B304 zu schützen, wird die
Lücke zwischen den Lärmschutzwänden der beiden Grundstücke geschlossen.
Um den geplanten Kindergarten bei Maria Linden vor dem Lärm der B304 zu schützen, wird die Lücke zwischen den Lärmschutzwänden der beiden Grundstücke geschlossen. © Foto: die

An der B304 wird die Lücke in der Lärmschutzwand geschlossen, damit es im geplanten Kindergarten bei Maria Linden leiser wird. Eine Waldfläche soll als zusätzlicher Puffer dienen. 

aterstetten – Das neue Haus für Kinder auf dem Areal der Senioren-Pflegeeinrichtung Maria Linden soll möglichst gut gegen Lärm geschützt werden. Aufgrund der hohen Immissionsbelastung durch die südlich verlaufende Bundesstraße B304 wird die Lärmschutzwand ausgebaut. Trotz der schon bestehenden Wand hatte ein Lärmschutzgutachten eine Überschreitung der vorgeschriebenen Richtwerte attestiert.

Dies sei überwiegend darauf zurückzuführen, dass die Abschirmung im Südwesten endet und keine Verbindung zur im westlichen Nachbargrundstück bestehenden Lärmschutzwand habe, heißt es aus dem Rathaus Vaterstetten. Die Baulücke soll nun durch Verlängerung der Wand geschlossen werden. Dadurch kann die Lärmbelastung reduziert werden. Trotzdem bleibe es grenzwertig, so die zuständige Sachbearbeiterin im Bauamt. Deshalb soll die Wand zur Straße hin auch unbedingt hochabsorbierend ausgeführt werden. Zudem wird das Kinderhaus in möglichst großer Distanz zur Grundstückgrenze und zum Verkehrslärm platziert. Im Südwesten des Gebäudes wird es außerdem keine Schlaf- oder Ruheräume geben. Aktionsgarten und der Spielbereich Waldgarten werden durch das Haus selbst geschützt im nördlichen Teil des Areals entstehen.

Diese Anordnung der Außenspielbereiche ermöglicht auch den Erhalt einer möglichst großen Waldfläche, die gleichzeitig als räumlicher Puffer zwischen der B304 und dem Kinderhaus fungiert. Der Wald wird per Zaun vom Außenbereich des Kindergartens abgetrennt. In diesem verlärmten Bereich sei kein dauerhafter Aufenthalt der Kinder möglich, er soll lediglich für pädagogische Waldausflüge genutzt werden. Mit dem Abrücken des Kinderhauses von der Grundstücksgrenze werden somit dem Naturschutz, Artenschutz und Verkehrslärm Rechnung getragen.

Eine weitere Neuerung: der nördliche Teilbereich, den Maria Linden zur Erweiterung des eigenen Betriebs nutzen will, wird nicht länger als Sondergebiet, sondern als allgemeines Wohngebiet behandelt. Die Einrichtung plane hier Mitarbeiter- und Inklusions-Wohnungen, informierte Bauamtsleiterin Brigitte Littke die Gemeinderäte im jüngsten Bauausschuss. Das Haus Maria Linden ist eine Einrichtung des katholischen Jugendsozialwerk München e.V. für ältere Menschen mit einer chronischen seelischen und/oder geistigen Behinderung. Den Bewohnern werden unterschiedliche individuelle Wohnformen angeboten, in denen sie ihren Lebensabend bis zum Tod verbringen können. die

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