Regierung erteilt keine Ausnahmegenehmigung

Corona-Virus: Maskenpflicht an Grundschulen muss wieder eingeführt werden

Grundschülerin mit Mund-Nasen-Schutz schreibt etwas in ihr Heft
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Grundschulkinder müssen im Landkreis Ebersberg wieder Maske tragen

Ab Montag müssen die Grundschüler im Landkreis wieder Masken tragen. Landrat Robert Niedergesäß bedauert die Entscheidung

Landrat Robert Niedergesäß hatte vor zwei Wochen die Maskenpflicht an Grundschulen am Sitzplatz auf dem Wege einer Ausnahmegenehmigung ausgesetzt und hat sich damit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter angeschlossen. In Folge der Entscheidungen aus München und Ebersberg sind weitere fünf Landkreise aus Oberbayern diesem Weg gefolgt.

Die Entscheidung sei auch mehr als gerechtfertigt gewesen, so das Landratsamt Ebersberg in einer Pressemitteilung. Von 5.674 Grundschülern im Landkreis waren damals nur 10 Schüler positiv getestet, das waren 0,17 Prozent. Von 259 Klassen waren 7 Klassen komplett betroffen, 334 Grundschüler waren ohne positiven Test in Quarantäne. Die Regierung von Oberbayern hatte im Oktober den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung sehr schnell genehmigt. Landrat Robert Niedergesäß hatte für diese Entscheidung sehr viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, insbesondere von den Eltern, erhalten. Natürlich gab es vereinzelt auch kritische Rückmeldungen.

Obwohl sich das Infektionsgeschehen in den letzten Wochen landesweit und somit auch im Landkreis Ebersberg deutlich verschärft hat, ist die aktuelle Lage an den Grundschulen im Landkreis bezogen auf die Schüler sogar noch entspannter als im Oktober: nur 4 Schüler sind positiv getestet (0,07 %), 2 Klassen sind komplett betroffen und 121 Grundschüler ohne positiven Test in Quarantäne.

Die 8. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht nun aufgrund des gestiegenen Infektionsgeschehens weitere Verschärfungen vor. In einer Videokonferenz der oberbayerischen Landräte und Oberbürgermeister zusammen mit Regierungspräsidentin Maria Els am Donnerstag wurde die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung kommuniziert, dass künftig leider keine allgemeinen Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt werden, sprich die Maskenpflicht auch an den Grundschulen künftig einheitlich Pflicht ist. Ausnahmen werden nur in begründeten persönlichen Einzelfällen erteilt.

Landrat Robert Niedergesäß sowie die Landeshauptstadt München und weitere Landräte bedauern diese Entscheidung, weil sie den eingeschlagenen differenzierten Weg aus guten Gründen im Interesse der Grundschüler gerne weitergegangen wären, so lange dies vor Ort fachlich vertretbar ist.

In der Videokonferenz sprach Landrat Robert Niedergesäß zudem die Themen Attestpflicht an Schulen und Testpflicht an Kindertagesstätten wegen der sog. Schnupfennasen an. Auch hier herrscht zum einen Verunsicherung, zum anderen auch Unverständnis bei den Eltern. Zudem forderte Niedergesäß ein einheitliches Vorgehen bzw. einheitliche Kriterien bei den Entscheidungen der Gesundheitsämter zur Einteilung in Kontaktpersonen 1 und 2. „Dies wird von Landkreis zu Landkreis leider fachlich unterschiedlich gehandhabt und führt bei den Bürgern zu nachvollziehbaren Irritationen,“ so der Landrat. Kontaktpersonen 1 müssen 14 Tage in Quarantäne, Kontaktpersonen 2 nicht.

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