Vaterstetten, Schule an der Brunnenstraße

Vaterstetten: Schulsanierung dringend nötig

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Die Schule an der Brunnenstraße darf sich über die Sanierung und medientechnische Aufrüstung freuen.

Moderne Medientechnik ist für Schulen gerade wichtiger denn je. Daher ist die Sanierung der Schule an der Brunnenstraße sicher kein Luxus, findet die Rektorin.

Vaterstetten – Es hört sich befremdlich an, ist aber Fakt in der größten Gemeinde des Landkreises Ebersberg: Die Schule an der Brunnenstraße hat kein warmes Wasser im Gebäude. Nicht in den Klassenzimmern, nicht in den Waschräumen. „Dementsprechend wird hier auch nur mit kaltem Wasser Hände gewaschen und geputzt“, erzählt Rektorin Eva Hahn. 

Nur einer von vielen Mängeln, für deren Beseitigung sie seit Jahren kämpft. „Wir stolpern über Teppiche, die schon hundertmal geklebt wurden, wir haben an einigen Stellen fünf verschiedene PVC-Beläge und viele der Holzrahmenfenster gehen überhaupt nicht mehr auf.“ Dabei sollte eine Schule doch etwas darstellen, eine Empfehlung sein, ein Ort, auf den Schüler, Lehrer, Eltern, aber auch die Gemeinde und ihre Vertreter stolz sein können, findet Hahn. Auch wenn es optisch auf den ersten Blick gar nicht so aussieht, an der Brunnenstraße steht eigentlich ein altes Schulgebäude, das auf vielen verschiedenen Teilen zusammengestückelt ist. 

Und so funktioniert vor allem das nicht, was sich Rektorin und Kollegium so dringend wünschen: Ein zeitgemäßer, mediengestützter Unterricht. „Gerade in Zeiten von Corona wird deutlich, wie wichtig es ist, dass die Kinder darin fit sind, dass sie mit Medien und anderen Hilfen umgehen können“, sagt Hahn. Deshalb ist sie froh, dass die Gemeinde die Sanierung nun trotz angespannter Haushaltslage startet. Der Aussage von Gemeinderat Wolfgang Schermann (vormals FW/jetzt SPD) in der betreffenden Sitzung, wonach die Schulleitung keine große Sanierung, sondern nur ein paar Ausbesserungen wolle, widerspricht Eva Hahn deutlich. „Ich will diesen Umbau, ich kämpfe schon seit Jahren darum.“ Eine Ausstattung nach Vorbild der neuen Karlheinz-Böhm-Grundschule werde es eh nicht geben. „Unser Haus ist für diese Lerninseln gar nicht geeignet.“ In der Brunnenstraße fährt man ein anderes Konzept, setzt mehr auf Whiteboard-Panel. Bevor alle Klassenzimmer damit ausgerüstet werden können, müssen sie fit gemacht werden. 

Das benötigt die fast vollständige Erneuerung der Elektroverkabelung. „Wir werden durch harte Zeiten durch müssen, damit die Schule endlich den modernen Richtlinien entspricht“, weiß die Schulleiterin. Man werde Lärm und andere Belastungen für die Schüler so gering wie möglich halten. Am Ende aber stehe „ein wunderbares Ergebnis“, für das es sich lohne, kleine Opfer zu bringen. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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