Museum Wald und Umwelt Ebersberg

Ebersberg: Erster Museumstag war ein voller Erfolg

+
Dr. Hannes Müller, Leiter vom Museum Wald und Umwelt mit Umweltstation Ebersberger Forst vor dem Titelbild der aktuellen Sonderausstellung von Volker Patalong: Bäume - Begegnungsorte für die Seele

Am letzten Sonntag eröffneten die Museen wieder. Auch das Museum Wald und Umwelt am Ebersberger Forst war mit dabei beim 17. internationalen Museumstag.

Ebersberg – Stark gebeutelt durch den Brand im Dezember letzten Jahres stemmte das Team von Museumsleiter Dr. Hannes Müller den ersten Eröffnungstag nach der langen Coronapause mit einem fast schon rebellischen „Trotzdem“.

Trotz großer Brandschäden und langer Pause wegen der Pandemie lassen sich die Museumsmacher nicht unterkriegen. Im Dezember, am ersten Arbeitstag von Dr. Hannes Müller, dem neuen Leiter des Museums, brach der Brand aus, der nach den letzten Erkenntnissen aufgrund einer Brandstiftung zustande kam. „Die Leute waren wirklich tief erschüttert von den Ereignissen“, betont Müller, als er von den Vorkommnissen und Schä- den rund um das alte Bauernhaus, welches am meisten vom Brand betroffen ist erzählt. Mit großer Hilfe vom Bauamt Ebersberg konnte sogleich ein Notdach installiert werden, ein Sanierungstrupp begann mit den ersten Maßnahmen, um Schäden zu lokalisieren und zu beheben. Die Exponate im ersten Stock der Dauerausstellung wurden in das Familienzentrum ausgelagert, die Gipsdecken entfernt und teilweise auch die Wände. Der zuständige Architekt plant derzeit den Ablauf der Wiederherstellung, die mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt, bzw. von diesem abgenommen werden muss. So wird es noch ein wenig dauern, bis das Museum in alter Frische wieder voll zugänglich sein kann. Aber man ist guter Hoffnung für einen „schnellen“ Zeitplan. 

Im Moment gibt es die Ausstellung vom Künstler Volker Patalong zu sehen. Er stellt Bäume, als Begegnungsort für die Seele dar. Patalong sammelt seine Motive in unterschiedlichen Ländern und stellt ihnen selbst verfasste poetische Texte zur Seite. Mit wenigen Worten bringt er dabei zeitlose Gedanken auf den Punkt. „Die Ausstellung kam am Sonntag richtig gut an und auch die Bücher vom Künstler verkauften sich gut. Die Leute waren so angetan von den Texten zu den Bildern.“, so Müller, ganz glücklich nach dem Wiedereröffnungstag.

Gut fünfzig Leute besuchten das Museum „und es bildeten sich zeitweise kleine Schlangen vor dem Eingang“. Mit ein wenig Wartezeit ist durchaus zu rechnen bei einem Besuch, dürfen doch mit dem neuen Corona-Schutzkonzept nicht mehr als fünf Besucher gleichzeitig in die Räume im Untergeschoss.

Wie gut man sich die Zeit derweilen im Freien vertreiben kann, zeigt der gut besuchte und im letzten Jahr neu gestaltete Naturerlebnispfad. Hier gibt es viel Interaktives, Hörgeschichten und Informatives, alles eingebettet in die reizvolle Umgebung des Museums. Auch die Schafe sind mittlerweile wieder vor Ort. Sie sind immer ein Magnet für groß und klein. Die allseits beliebte und live gezeigte Schafschur direkt vor dem Eingang des Museums fiel zwar heuer wegen Corona aus, aber die kleine Herde lässt sich jetzt bis zum Herbst auf der Weidefläche beobachten. Die Kurse der Umweltstation sollen als bald als möglich wieder starten, sind sie es doch, die sich größter Beliebtheit bei groß und klein erfreuen. Nä- heres wird hier noch bekannt gegeben. Infos unter www.museumwaldundumwelt.de oder Tel. (0 80 92) 82 55 52. at

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Bayerns Biergartenkultur beginnt
Bayerns Biergartenkultur beginnt
„Gankino Circus“ im Livestream des alten kinos
„Gankino Circus“ im Livestream des alten kinos
Musikschule: Aufwachsen mit Musik
Musikschule: Aufwachsen mit Musik
Schon wieder brennt es in Steinhöring
Schon wieder brennt es in Steinhöring

Kommentare