Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Anonyme Bestattungen in Zorneding

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Vielleicht eine Kompromisslösung: das Feldstück nördlich vom Friedhof.

Die Nachfrage nach anonymen oder teilanonymen Bestattungen steigt. Bianka Poschenrieder (SPD) hat in Zorneding einen entsprechenden Antrag eingebracht

Zorneding – Wer keine Angehörigen mehr hat oder nur solche, mit denen er nicht nur im Hier, sondern auch im Jenseits nichts mehr zu tun haben möchte, der sollte sich in Zorneding niederlassen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn nach Beschluss in der jüngsten Gemeinderatssitzung wird die Errichtung einer anonymen oder teilanonymen Beisetzungsstelle auf dem Friedhof Zorneding geprüft. 

Anlass dazu gab ein Antrag der Seniorensprecherin Bianka Poschenrieder, die im Sinne des örtlichen Seniorenbeirats die scheinbar zunehmenden Wünsche diesbezüglicher Bestattung wiedergab. „Es gibt keine Angehörigen“, „Familie wohnt weit weg“ oder „Kosten niedrig halten“, so immer öfter die Argumente, wenn sich jemand Gedanken um das Prozedere nach seinem Ableben macht. „Ein Gräberfeld für anonyme beziehungsweise teilanonyme Urnenbeisetzungen würde unser Angebot im Bestattungswesen zeitgemäß erweitern“, so die Begründung Poschenrieders. 

Aus anderen Gemeinden sei bekannt, dass diese Plätze immer häufiger nachgefragt würden. Angedacht wird nun ein anonymes Grabfeld auf dem Zornedinger Friedhof in einer in sich geschlossenen Anlage mit gemeinsamem Denkmal. Hier kann immerhin bei den „teilanonymen“ der Name des Verstorbenen aufgeführt werden, freilich ohne Hinweis auf die Grab(ungs)stelle - ähnlich wie bei Soldatengräbern. Eine solche Anlage wird dann von der Friedhofsverwaltung gepflegt und unterhalten.osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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