Jagd im Landkreis Ebersberg

„Naturschutz in der Praxis“

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Die Ebersberger Jägerschaft präsentiert eine Bilanz des letzten Jahres. Zudem zeigen die Jäger auf, welche Herausforderungen in den nächsten Jahren anstehen

Grafing – Die Ebersberger Jägerschaft hat bei der Hege- und Naturschutzschau in Grafing vor zahlreichen Gästen aus der Politik, der Land- und Forstwirtschaft und den Naturschutzverbänden der Öffentlichkeit vorgestellt, was im zurückliegenden Jagdjahr an Wild erbeutet wurde. Zu Gast waren unter anderem Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr, Landrat Norbert Niedergesäß und Landtagsabgeordneter Thomas Huber. Prominent vertreten war der Bayerische Jagdverband (BJV) durch seinen Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke, und der Landesschatzmeisterin Mechtild Maurer. 

Landrat Robert Niedergesäß hob die gute Zusammenarbeit der Jägerschaft mit den örtlichen Behörden hervor. Vocke dankte der Ebersberger Jägerschaft für ihr Engagement im Zeichen der Waidgerechtigkeit: „Unsere moderne Jagd steht für eine jagdethische hochstehende und streng tierschutzgerechte Jagdausübung. Sie ist ideologiefreier Naturschutz in der Praxis, der zusammen mit seinen Partnern in Forst- und Landwirtschaft Wald und Flur als Wirtschaftsfaktor, zugleich aber immer auch als Wildtierlebensraum versteht“.

Swantie Schlederer wurde ausgezeichnet

Konrad Metzger, 1. Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Ebersberg wurde für seine langjährigen Verdienste um das bayerische Jagdwesen das Ehrenzeichen des BJV in Silber verliehen. „Außergewöhnlicher ehrenamtlicher Einsatz gehört gefördert“, so Vocke. Dr. Swantje Schlederer, langjährige Geschäftsführerin der Wildbräu Grafing, erhielt für die nachhaltige Förderung der „Ebersberger Arche“ die St. Eustachius-Medaille des BJV. Der Naturschutzpreis „Ebersberger Arche“ wurde in diesem Jahr an Christian Mainzl für die Entwicklung eines Gerätes verliehen, das durch akustische Signale Wild, insbesondere Kitze, aus Wiesen vertreiben kann und dadurch vor dem sicheren Mähtod bewahrt.

Circa 2.300 Rehe und circa 200 Wildsauen wurden letztes Jahr im Landkreis erbeutet

„Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Jägerschaft neben und mit der Jagd den Erhalt des natürlichen Lebensraumes mit seiner Vielfalt an Pflanzen und Tieren fördert. Auch das Ausbringen von Nistkästen sowie Anlegen und Pflege von Streuobstwiesen und Wildäckern durch die Jäger ist ein wichtiger Beitrag dazu“, so Konrad Metzger. Josef Ruegg vom Landschaftspflegeverband hat – passend zum „Jahr der Biene“ - mit einem Vortrag dem Auditorium erläutert, welche Bedeutung die heimischen Wildbienen für die Natur und Kulturlandschaft haben und was nicht nur Jäger, sondern jeder Mitbürger für den Erhalt des Lebensraumes und der Nahrungsquellen der Wildbienen beitragen kann. Die waidgerechte Jagdausübung garantiert den Erhalt eines gesunden, artenreichen und dem Lebensraum angemessenen Wildbestandes.

 Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und im aktiven Erhalt der Motivation. „Den Herausforderungen der wegbrechenden Niederwildbesätze, der europaweit wachsenden Wildschweinpopulation oder der zuwandernden Wölfe sollten wir gemeinsam entgegentreten, wenn wir unser bewährtes Revierjagdsystem erhalten wollen“, so Dr. Vocke.. Im zurückliegenden Jahr konnten unter anderem circa. 2.300 Rehe und circa 200 Wildsauen im Landkreis erbeutet werden, so Dr. Richard Fauth, der die Jagdstrecken des zurückliegenden Jagdjahres der Öffentlichkeit bekannt gab. Damit ist bei dem Schwarzwild wiederum ein deutlicher Zuwachs zu den Vorjahren zu verzeichnen, während die Rehwildstrecke in etwa gleich blieb. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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