Kommt es zu einem Bürgerbegehren?

Unterschriften für eine neue Stadthalle 

Grafinger Stadthalle mit Baum und blauem Himmel
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Wie geht es mit der Stadthalle weiter? Kommt es zu einem Bürgerbegehren, welches die Frage löst?

Die Vertreter für ein Bürgerbegehren für eine neue Stadthalle in Grafing sammeln jetzt wieder Unterschriften. Ihrer Meinung nach kommt Grafing um einen Neubau nicht herum

Grafing – Die Vertreter des Bürgerbegehrens für eine neue Stadthalle in Grafing haben die Unterschriftensammlung, die coronabedingt unterbrochen wurde, wieder aufgenommen. Ziel sei es, dass am Ende die Bürger per Entscheid darüber abstimmen, ob noch Geld in die marode Stadthalle investiert werden solle, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Es sei bereits klar geworden, so heißt es darin weiter, dass die Stadthalle keine Zukunft habe und die Stadt langfristig um einen Neubau nicht herumkommen werde. Die angesprochenen Bürger zeigten sich aufgeschlossen und seien überwiegend ebenfalls der Meinung, dass es keinen Sinn mache, die alte Stadthalle noch einmal notdürftig zu sanieren. Anfang Oktober hatte eine Mehrheit des Stadtrats der sogenannten „Minimalsanierung“ zugestimmt.

Diese besteht im Kern aus der Installation einer weitgehend neuen Lüftungsanlage sowie der Errichtung einer Rampe als barrierefreier Zugang zum großen Saal. Die Kosten werden derzeit auf etwa 1,5 Millionen geschätzt. Für die Organisatoren des Bürgerbegehrens sei diese Entscheidung ein Fehler und werde teilweise mit unwahren Behauptungen begründet. So behaupte zum Beispiel CSU-Stadtrat Graf Rechberg, dass die Stadthalle für immer geschlossen werde, wenn jetzt nicht saniert werde. „Richtig und auch in der Präsentation der Verwaltung in der Sitzung korrekt dargestellt, ist, dass die Nutzung der Stadthalle mit Ablauf dieses Jahres lediglich von 400 auf 200 Personen beschränkt wird, wenn bis dahin kein Konzept zur Mängelbeseitigung vorliegen sollte“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Initiatoren fordern deshalb, dass diese Entscheidung revidiert und kein Geld mehr in die bestehende Stadthalle investiert werde. Gleichzeitig sollen fundierte Planungen für einen Neubau begonnen werden, die den tatsächlichen Bedarf sowie die bereits existierenden Veranstaltungsräume berücksichtigen würden. Nur so könne eine wirtschaftlich vertretbare und optimierte Lösung realisiert werden. red

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