Aus dem Technischen Ausschuss Ebersberg

Ausweichgleis vor Strecken-Neubau

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Auf der bisher eingleisigen Bahnstrecke zwischen Ebersberg und Grafing soll ein Ausweichgleis errichtet werden, so die Erwartung von Ebersberg und Grafing. Damit könnte auch die Taktung der Züge erhöht werden.

Neubaustrecke von Ebersberg nach Kirchseeon oder Ausweichgleis zwischen Grafing-Stadt und Ebersberg – damit beschäftige sich der technische Ausschuss in Ebersberg

Landkreis – Pfaffing im Landkreis Rosenheim will seine Attraktivität durch eine schnellere Zugverbinden an München steigern und hierbei Ebersberg mit ins Boot holen. Die dazu vorgelegten Pfaffinger Eisenbahngleis-Varianten zwischen Ebersberg und Kirchseeon diskutierte man im Ebersberger Technischen Ausschuss nicht. 

Denn schnell wurde klar: Das Ausweichgleis zwischen Ebersberg und Grafing-Stadt sei für Ebersberg wichtiger. Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer machte keinen Hehl daraus, dass er die um bis zu 10 Minuten verkürzte Fahrzeit auf einer neuen Schienentrasse zwischen Ebersberg und Kirchseeon durchaus begrüßen könnte. Doch die Realisierung des Ausweichgleises bei Wiesham sei dringlicher und wichtiger.

Das Ausweichgleis hat für Ebersberg Priorität

Bereits im März 2017 veröffentlichten die acht Landräte, deren Landkreise sich im MVV-Gebiet befinden, ein Positionspapier, nach dem unter anderem die Strecke zwischen Grafing Bahnhof und Ebersberg ertüchtigt werden sowie die S-Bahn weiter bis nach Wasserburg (Inn) Bahnhof verlängert werden soll. Dieses Ausweichgleis ist bereits länger im Gespräch – im Gegensatz zu der von Pfaffing ins Spiel gebrachten Neubaustrecke und ihre Auswirkungen. Im Technischen Ausschuss sprach sich Elisabeth Platzer (SPD) für eine zeitnahe Realisierung dieses Ausweichgleiseses zwischen Grafing Stadt und Ebersberg.

 Ihr Fraktionskollege Hans Mühlfenzl hielt es für wichtig, im Sinn von Ebersberg und Grafing die Verkehrsverbindung zu verbessern und somit vielleicht auch schneller zu machen. Die Pfaffinger Planung sah er als „visionäre Vision“, die wohl eher daher rührte, dass man nicht viel mit der Bahn zu tun habe. Stand zu Beginn der Diskussion im Fokus, ob der Pfaffinger Antrag zu befürworten sei, so legte man sich am Ende fest, grundsätzlich die Prüfung der Neubaustrecke zu befürworten, dass man aber die Realisierung des Ausweichgleises zwischen Grafing Stadt und Ebersberg als vordringlicher ansieht. 

Man erwarte jetzt, dass die Pfaffinger in ihrem Antrag an das Verkehrsministerium dies auch komplett so darstellen werden. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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