Mehr Unterstützung für Asylbewerber

Neue Aufgabe für das Jugendamt

Im Kreisjugendamt wird eine zusätzliche Halbtagesstelle zur Unterstützung und Beratung von Asylbewerber-Familien geschaffen.

Landkreis – „Die neue sozialpädagogische Fachkraft soll einen Beitrag dazu leisten, dass Kindern und Jugendlichen mit diesem Familienhintergrund dieselben Zugänge zu Leistungen, Angeboten und Betreuungsmöglichkeiten eröffnet werden wie deutschen Kindern und Jugendlichen“, so Stefanie Geisler, die zuständige Abteilungsleiterin. „Bildung, Kinderbetreuung oder ehrenamtliche Unterstützung muss für alle Kinder und Jugendlichen gewährleistet sein und darf nicht von den Sprachkenntnissen der Eltern abhängen“, bekräftigt Landrat Robert Niedergesäß. „Durch die weitere Stelle im Jugendamt wird das schon bestehende Personal zur Betreuung der Asylbewerber weiter aufgebaut und die sozialpädagogische Betreuung noch mehr in den Vordergrund gestellt“, so der Landrat weiter. Auch im Rahmen der Bildungsregion Landkreis Ebersberg sei es wichtig, jedes Kind, jeden Jugendlichen geeignet zu fördern und keinen in seiner aktuellen Entwicklung zurückzulassen. „Die neue Halbtagsstelle ist eine freiwillige Leistung des Landkreises, die nicht gesetzlich gefordert und gefördert ist. Es ist uns aber gelungen, sie durch Umschichtung bestehender Aufgaben und Neustrukturierung ohne Stellenmehrung zu schaffen“, berichtet der Landrat. „In der Praxis soll die neue Fachkraft mit den Asylbewerber-Familien Kindergartenanträge ausfüllen, den Kontakt zu den Ehrenamtlichen herstellen, die Kinder bei Bedarf an das Gesundheitssystem anbinden, engen Austausch mit der Schule und den Kindergärten halten und immer wieder unbürokratische und schnelle Lösungen finden“, umschreibt Christian Salberg, Leiter des Kreisjugendamtes die anstehenden Aufgaben. Am leichtesten geschehe Lernen und Integration in der sozialen Gruppe. Schon deshalb sei es notwendig, Kontakte herzustellen und zu vermitteln. Dabei sollten nicht neue oder kostenintensive Angebote geschaffen werden, sondern bereits bestehende Projekte und Angebote zum Beispiel von Sportvereinen, Feuerwehren, in Ferienprogrammen etc. genutzt werden. Im Landkreis leben derzeit 65 Kinder und Jugendliche zwischen null und achtzehn Jahren, deren Familien einen Antrag auf Asyl gestellt haben. Darüber hinaus wird der Landkreis Ebersberg im Jahr 2014 nach einer bayernweiten Neuregelung erstmals über 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen müssen. Deren Betreuung und Unterbringung wird ebenfalls vom Kreisjugendamt Ebersberg sichergestellt. lra

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