Neue Orgel für Pfaffing

Pfaffing´s neue Orgel: 4 Tonnen reiner Klang

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Eng ging es zu bei der Einweihung der neuen Orgel: Schließlich wollten viele Interessierte einen tiefen Einblick haben.

Sie klingt, und wie sie klingt – die neue Pfaffinger Orgel. Nun ist sie in Betrieb. Bei einem Festgottesdienst wurde sie jetzt eingeweiht.

Pfaffing – Sichtlich erfreut begrüßte Pfarrer Josef Huber die Besucher zur Einweihung der neuen Pfaffinger Orgelin der Pfarrkirche St. Katharina. Zusammen mit dem Erzabt Dr.  Korbinian Birnbacher aus Salzburg verfolgten alle die Einführung von Orgelbaumeister Willi Osterhammer. Er stellte den Klang der Orgel weitgehend aus technischer Sicht dar: Tonhöhen, Oktaven, Pfeifen, Register, Principals bis hin zu acht 2,40 Meter langen Pfeifen aus Holz, die aufgrund der Enge gekröpft zu fertigen waren. Das Ergebnis konnte sich hören lassen und zauberte bei Johann Sebastian Bachs Orgelwerk Toccata doch vielen ein Lächeln aufs Gesicht.

Anschließend durfte sich das jeder aus der Nähe anschauen und auch einmal selber spielen. Dabei ging es recht eng auf der Empore zu, die Menschen drängelten sich um die Organisten Umi Horiguchi, Daniel Kaspar und Gerhard Pröbstl. 

Die Geschichte 

Überlegungen für eine neue Orgel entstanden vor sieben Jahren, als trotz mehrfachem Reinigen und Stimmen einige Orgelpfeifen des 56 Jahre alten Instruments nicht mehr den korrekten Ton trafen. Nach mehreren Untersuchungen stand fest, dass es sich um ein „zeitgeschichtlich wertloses Instrument in einem sehr schlechten Zustand handele“. Eine Reparatur verschaffe gerade eine Pause von etwa zehn Jahren, teilte das Ordinariat mit. Seit 2015 tagte ein Orgelausschuss. 

Aufgrund des engen Platzes war die Anschaffung eines gebrauchten Instrumentes nicht realisierbar. Genau das war dann auch die große Herausforderung für das neue Instrument, das Willi Osterhammer aus Prien gefertigt hatte. Insgesamt kostet alles 220.000 Euro, davon schießt das Ordinariat 25.000 Euro zu, der Rest ist aus Spenden, aus Zuweisungen aus dem Kirchensteueraufkommen der Diözese und aus Erlösen von mehreren Veranstaltungen eingegangen. Jetzt fehlen noch 20.000 Euro, fasste Organist Gerhard Pröbstl vom Orgelausschuss zusammen, man hoffe auf weitere Spender. 

Herr Osterhammer, wann klingt eine Orgel gut? 

Kräftig soll sie den Raum füllen, so dass der Sänger gut geführt wird. Keinesfalls schrill, eher vielfältig. Der Klang soll Fundament haben, auch die Kombination ist wichtig. Der Raum hat aber immer Einfluss.

Gab es in Pfaffing Besonderheiten? 

Ja, einen engen Raum und der Kirchenchor will auch seinen Platz haben. Das war schon eine Herausforderung, dass dann auch noch Teile der Orgel zugänglich sind. 

Gab es beim Einbau Überraschungen? 

Nein, eigentlich nicht, es werden ja vorher Klangproben gemacht. 

Welchen Einfluss hat der Raum auf den Klang? 

Im Extremfall ist man machtlos, das gibt’s. Fenster sind manchmal gefährlich, da sie mitschwingen könnten. In diesem Fall muss dann der Glaser kommen. kg

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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