Neubau

Neue Turnhalle mit Mehrwert in Vaterstetten

Graphik von Vaterstetten
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Gegenüber der Kirche soll zwischen Gemeindezentrum (li.) und Winkelbau für die Wendelsteinschule die neue Multifunktions-Turnhalle mit Hort obendrüber entstehen.

Im Neubau für die Wendelsteinschule werden Sporthalle und Hort gestapelt, außerdem soll die Halle auch als Veranstaltungssaal dienen.

Vaterstetten – Vaterstetten. Am Ende entschied sich der Gemeinderat für die teurere Variante bei dem Ersatz-Neubau für die Turnhalle der Wendelsteinschule – mit vierter Hortgruppe, Werkraum und vor allem aber tauglich als Versammlungsstätte für rund 380 Personen. An dem „unvollendenten Gemeindeplatz“ mit Rathaus, Kirche und Gemeindezentrum biete sich ein Haus „mit etwas mehr als nur eine Turnhalle“ geradezu an, so die Architekten Bernhard Peck und Armin Daam vom gleichnamigen Münchner Architekturbüro. Fand auch Vize-Bürgermeister Maria Wirnitzer (SPD). „Da wir ja in absehbarer Zeit kein Bürgerhaus bekommen werden.“ Zudem müsse man auch langfristig denken, so Bauamtschefin Brigitte Littke. „Wir haben hier schon viel Geld in Um- und Ausbauten versenkt.“

Um möglichst wenig Platz zu verbrauchen soll die neue Einfach-Turnhalle zur Hälfte in den Boden versenkt werden, obendrauf kommt ein Hort für vier Gruppen, ausgestaltet analog zu den Schulen als „Hortlandschaft“ mit Oberlichtern, Terrasse, Speiseraum und Küche. Aufs Dach nicht wie anderswo üblich ein Schulgarten, Sport- oder Pausenplatz, sondern Photovoltaik, wenn möglich Solarthermie, so der ausdrückliche Wunsch von SPD-Gemeinderat Sepp Mittermeier Er hätte am liebsten auch Solarpaneelen an den Fassaden. „Ich zünde da eine Kerze fürs Ortsbild an“, warf Littke kritisch ein. Gegenüber der Kirche sieht sie das kritisch, will es aber prüfen lassen.

Der Neubau soll einen Eingang erhalten, der auch unabhängig von der Schule genutzt werden kann. Im Hortbereich sollen außerdem Mehrzweck- und Musikraum zusammenschaltbar sein. Damit kann er tagsüber vom Hort, nachmittags für Musikunterricht und mehr genutzt werden.

So soll die neue Turnhalle aussehen

Mit der Nutzung als Versammlungsstätte fallen höhere Brandschutzmaßnahmen, zusätzliche Sanitärbereich und Lagerflächen an. Andererseits will die Gemeinde die technische Ausstattung des Gebäudes möglichst reduzieren, weil die Verantwortlichen später mit dem Betrieb immer stärker überfordert werden. Auch deshalb will man beispielsweise auf eine mechanische Lüftung oder eine zusätzliche Kühlung verzichten, zudem soll es ein wirtschaftliches und möglichst umweltschonendes Gebäude werden. Erreichen will man das über eine entsprechend intelligente Planung der Grundrisse, allerdings ohne Nachteile für die Nutzung. Entstehen soll am Ende ein „Low-Tech-Gebäude“, das im Betrieb nur soviel Energie verbraucht, wie es selbst produzieren kann.

Die Kosten für den Neubau: 6,8 Millionen Euro. Davon wären laut Kämmerei 2,1 Millionen förderfähig. Hinzu kommen für die Gemeinde Kosten für die teilweise Neugestaltung der Schul-Außenanlage in Höhe von 350.000 Euro. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2022 geplant, die Inbetriebnahme für das Jahr 2024 - die

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