Diskussion über neues Feuerwehrgerätehaus in Grafing

Pflicht vor Kür 

Das Feuerwehrgerätehaus Grafing mit anschließendem Parkplatz soll durch ein neues ersetzt werden
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Der öffentliche Parklatz am Feuerwehrgerätehaus Grafing könnte eine Möglichkeit zur Erweiterung des Areals sein.

Eine wachsende Stadt wie Grafing stellt auch ihre Feuerwehr vor immer neue Herausforderungen. Beim Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofstraße besteht dringender Handlungsbedarf. Jetzt diskutierten die Stadträte über Lösungsmöglichkeiten

Grafing – Drohende Brand- oder Explosionsgefahren zu beseitigen und Brände wirksam zu bekämpfen, gehört zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Dazu gehört auch ein Feuerwehrhaus, das den aktuellen Sicherheitsvorschriften und arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften entspricht. Eine Machbarkeitsstudie soll jetzt in Grafing klären, ob eine Sanierung oder ein Neubau des Feuerwehrgerätehauses erforderlich ist. Ergebnisoffen soll dabei auch die mögliche Standortfrage diskutiert werden, waren sich die Stadträte bei ihrer Sitzung einig.

Dass ordnungsgemäßes Arbeitsgerät und -umfeld für Ehrenamtliche, die anderen in Not helfen, bereitgestellt wird, sollte eine Selbstverständlichkeit. Dafür bekommt die Stadt vom Freistaat auch Zuschüsse. In Grafing „besteht dringender Handlungsbedarf, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, gesetzliche Auflagen einzuhalten und die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr auch vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Stadt sicherzustellen“, hatte die Feuerwehr Grafing im Rathaus reklamiert. Grafings Feuerwehr beklagt unter anderem „die zu kleinen Ausfahrten, den rutschigen Bodenbelag und die sich kreuzenden Wege der Einsatzfahrzeuge, der Privatfahrzeuge und der Feuerwehrleute, die zu ihrer Einsatzkleidung laufen.“ Auch die fehlende Trennung zwischen der Fahrzeughalle und dem Umkleidebereich trägt nicht zum optimalen Betriebsablauf bei. Die Feuerwehr Grafing hatte sich mit einem Schreiben an die Stadt gewandt und um die Beseitigung von Defiziten und Mängeln beim Feuerwehrhaus Grafing in der Bahnhofstraße gebeten. Um die Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit einer Stadt herauszustellen, verwies man auf Artikel 1 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes.

Nicht nur die wachsende Wohnbebauung, auch der daraus resultierende Zuwachs an öffentlichen Gebäuden sowie der immense Zuwachs an Gewerbebauten stelle die Einsatzkräfte vor immer neue Herausforderungen, betonte die Freiwillige Feuerwehr. Zwar favorisiert man seitens der Feuerwehr den aktuellen Standort, lässt aber auch die Möglichkeit eines neuen Standortes zu. In der Studie sollen auch die Herstellungs- und Folgekosten der jeweiligen Alternativen dargestellt werden. Dass sich etwas ändern müsse, zweifelte niemand im Stadtrat an. SPD-Rat Christian Kerschner-Gehrling sah in dem aktuellen Standort gar ein Filet-Grundstück der Stadt, das eventuell zu veräußern wäre, wodurch dann ein neues Feuerwehrgerätehaus fast kostenneutral zu erstellen wäre. Erweiterungsmöglichkeiten könnten auf dem angrenzenden derzeit noch öffentlichen Parkplatz stattfinden, erläuterte Bürgermeister Christian Bauer (CSU). Der Spielplatz an der Bahnhofstraße steht derzeit nicht zur Disposition. Nach der Machbarkeitsstudie erwartet Bauer den Baubeginn in zwei bis drei Jahren. Bis dahin allerdings wird die Stadthalle für rund 1,6 Millionen Euro für wahrscheinlich ein weiteres Jahrzehnt oder länger saniert worden sein. ar

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