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Essensartisten machen 2013 schmackhaft

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Mit kleinen Köstlichkeiten wurden die Gäste des Neujahrsempfangs verwöhnt. © osw

Der Neujahrsempfang hatte diesmal ein besonderes Niveau: Sowohl kulinarisch wie auch sprachlich kamen die Gäste voll auf ihre Kosten.

Das Schönste daran: Die Teilnahme kostet freilich nichts. Anders als bei den Nachbarn sind nicht nur geladene Gäste willkommen, sondern quasi jedermann. Im Martinstadl kamen um die 250 Einheimische, um sich die Rede von Bürgermeister Piet Mayr und anschließend feine Häppchen zu genehmigen. Auch Zornedings Rathauschef konnte nicht umhin, den verpassten Weltuntergang zu erwähnen. Ansonsten hatte er durchaus positive Nachrichten in seiner Rede, die mitsamt den Ehrungen für verdiente Bürger 40 Minuten dauerte. 4.250 Wörter auf 17 Seiten, um es genau zu sagen; Und damit hatte Mayr bereits seinen ersten guten Vorsatz den Bach runter gehen lassen, wie er selbst betonte: „Eigentlich wollte ich mich dieses Jahr bei der Neujahrsansprache kürzer fassen.“ Der rote Faden im Vortrag wickelte sich um das Wohlfühlen in Bayern. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hatte die Attraktivität des Freistaats bei den Einheimischen eindeutig demonstriert. Dieses Wir-Gefühl übertrug der Redner auch auf den Landkreis und besonders natürlich auf die Zorndinger. Die seien auffallend wohnorttreu, weil zufrieden und heimatverbunden. Generell malte Mayr umgekehrt ein Bild vom Jammern auf relativ hohem Niveau. Als Beispiele diente ihm der deutsche Fußball-Rekordmeister. „Krisen kann man auch herbeireden“, so der Gastgeber. Aber seine Gemeinde stehe nicht so schlecht da, vor allem finanziell. Ebenso in Bezug auf Sicherheit und Ordnung würde es wohl einige geben, welche die Zornedinger beneiden würden. Auch in den Bereichen Kinderbetreuung, Schulen und anderen Einrichtungen der Daseinsvorsorge sei man vor Ort zufriedenstellend aufgestellt. Im Grunde nichts Neues im Vergleich zum Vorjahr, im Grunde gerade deshalb aber doch sehr erfreulich. Während die Anwesenden – 100 Gäste, die rechtzeitig angekommen waren, durften den Vortrag bestuhlt verfolgen – also den Ausführungen harrten, wurde im Hintergrund an den kommenden Verköstigungen gearbeitet. Nach den obligatorischen Ehrungen für verdiente Bürger (Bericht dazu in der kommenden Ausgabe) sollten Speis und Trank folgen. Das taten sie auch – vom Allerfeinsten!. Der neue Veranstaltungspartner „Food artists“ aus Zorneding machte seinem Namen alle Ehre. Neben beerig gestalteten Sektvariationen gab es zum Entr'ee Wraps, Quiche, überbackene Putenspießchen, Mozzarella-Sticks und wirklich leckere Mini-Leberkässemmeln. Wer nicht – so wie ich - wusste, dass es noch einen „Hauptgang“ geben würde, hatte ein Problem. Denn die herrlichen Minifleischpflnazerl (gefüllt) auf Kartoffelsalat waren zu lecker, sie nicht auch noch aufzunehmen. Vom Dessert – Mousse hell und dunkel – ganz zu schweigen. Letztlich konnten also alle Anwesenden gesättigt nach Hause gehen. Inhaltlich und kulinarisch – ein schöner Abend...

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