Neujahrsempfang Kirchseeon

Ockels Abschied

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Gerührt betrachten Udo Ockel und seine Gattin die Urkunde, die sie von den Feuerwehrlern erhalten haben.

Udo Ockel verabschiedete sich beim Neujahrsempfang in Kirchseeon von seinem Bürgermeisteramt.

Kirchseeon – Udo Ockels Amtszeit wird am 30. April zu Ende sein. Und er hat dies auch selbst so gewollt. Seine Rede enthielt absichtlich nichts Rückblickendes auf seine Amtszeit. Und doch: Es habe Licht und Schatten gegeben, aber das Licht überstrahlte. Und so dankte Ockel für „viele bereichernde, lehrreiche, aber auch schöne und lustige Momente“. 

Der Gasteber nutzte seinen letzten großen Auftritt für lobende Worte an engagierte Menschen: „Gott sei Dank gibt es immer wieder frisches Engagement und neue Bürger, die sich in die erste Reihe stellen und bereit sind, nicht nur für sich, sondern auch für andere etwas zu machen. Ich wünsche mir, dass auch in Zukunft Kirchseeon von einer aktiven Vereinswelt geprägt wird und dafür der Nachwuchs nicht ausbleibt.“ 

Eine Art Rückblick gab Ockel mit Hinsicht auf die Fußballer des ATSV, die 2019 den Aufstieg in eine höhere Liga schafften: Dass diese auch im neuen Jahr den Klassenerhalt bewältigen, wünschte er den Kickern. Tradition hat beim Kirchseeoner Neujahrsempfang die Ehrung der Taekwondo-Mannschaften: Sophie Mößner, 2. Platz Bayerische Meisterschaft 2019; Hannah Hainer, 3. Platz; Louis Schatz, 3. Platz sowie Lukas Dias Palme, 3. Platz. Erfreut verwies der Bürgermeister auf Verein und Tradition, etwa das 30-jährige Jubiläum bei den Hexen oder das 100-Jährige der „Seetaler“ in diesem Jahr. 

Im Hinblick auf Verkehrsprobleme, Bahnlärm und Umfahrungen nutzte er die Gunst der Stunde, um eine Schülerlotsin quasi stellvertretend für diese anspruchsvolle Tätigkeit auszuzeichnen: „Viktoria Eringer hilft ihren kleineren Mitschülern sicher in die Schule zu kommen. Sie engagiert sich als Schülerlotsin und nahm da an einem Wettbewerb teil. Sie wurde ausgezeichnet als Oberbayerns Schülerlotsin“. Man müsse sich das vorstellen wie eine Führerscheinprüfung, theoretische Fragen, klärte die Geehrte von der Bühne aus auf: Reaktionstest oder das Einschätzen von Entfernungen gehören dazu. Zu den Ausgezeichneten zählten heuer auch eine Reihe von örtlichen Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Holzwaren oder Elektro. 

Mal was anderes: Gabi Waldleitner wurde aufs Podest gebeten, denn sie zeichnete sich als Bluspenderin aus; 100 Mal hat sie dies bereits getan. „Bis man 73 Jahre alt ist kann man das machen“, informierte sie die etwa 200 Anwesenden. Er habe es noch nie gemacht, bekannte Ockel, aber er wolle es doch noch nachholen. 

Nicht nur durch ihn wurde geehrt, sondern umgekehrt. Denn aus dem Nichts kamen die Kommandanten der örtlichen Feuerwehren mit ihren Stellvertretern auf die Bühne, überreichten Ockels Gattin einen Blumenstrauß und bedankten sich beim Bürgermeister für die tolle Zusammenarbeit über die vielen Jahre. Gerührt umarmte der Hausherr die Truppe. Immerhin ist der Rathauschef offiziell der Chef der Feuerwehren. Zum Abschluss forderte er mehr Wahlbeteiligung, denn bei der letzten Wahl lag die bei mageren 54 Prozent. Und dann standen alle auf, es gab Standing Ovations. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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