Neujahrsempfang der CSU Grafing

Nicht ganz leichte Kost

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Starkregen-Ereignisse mit Hochwasserfolgen, Altbausanierung mit gleichzeitiger Erweiterung und letztendlich die Qual der Wahl – welchen Kandidaten ist die Zukunft Grafings anzuvertrauen.

Grafing – Bayerns Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Marcel Huber äußerte sich als Hauptredner beim Neujahrsempfang der CSU Grafing zu extremen Regenereignissen, Hochwasser und verborgenen Schätzen. Nicht ganz leichte Kost bot man den Grafinger am Drei-Königs-Tag im Kastenwirt. Der Herrgott habe schön gestaltet, nun müsse man zu sehen, sie zu erhalten, begann Huber. Dabei müsse man alles Ideologische und althergebrachtes Frontendenken zur Seite schieben. Als Richtschnur seien die Nachhaltigkeit der Maßnahmen und die Maxime, dass es für die Nachkommen gut ist anzulegen. „Unser ökologischer Fußabdruck ist zu groß“, so Hubers Resümee. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Bayern so zu erhalten, dass unberührte Landschaft und wirtschaftliche Prosperität parallel existieren können. Man müsse die Fronten mittels Diskussion abbauen, um beispielsweise aus dem Dilemma Naturschutz contra Umweltschutz herauszukommen. Hinsichtlich des Hochwasserschutzes in Grafing wolle er einen eine finanzielle Entlastung durch den Freistaat prüfen.  Doch nicht nur das – auch müsse man Ressourcen schonend Schätze heben; insbesondere die alten Handys, die bei den Bürgern in den Schubladen schlummerten. Aus bei angenommenen 85 Mio. Handys könne man nicht nur 745 Tonnen Kupfer, 22 Tonnen Silber und 2 Tonnen Gold, sondern auch die so genannten seltene Erden gewinnen. „Ein Schatz der gehoben werden muss“, ist Huber überzeugt.  Klare Worte hatte auch EU-Abgeordnete Angelika Niebler, die die aktuelle EU-Situation im Vergleich zwischen einem Haus-Neubau und der komplexen Althaussanierung mit gleichzeitigem massivem Anbau – sprich EU-Erweiterung – darstellte. Bei dem Neubau vor 60 Jahren hätte man schöpferisch Gestalten können – waren weniger Bauherren beteiligt – und nun müsse man eingeschränkt durch das vorgegebene und inzwischen mit 28 Mitgliedsstaaten die Weiterentwicklung bewirken. Somit sei die EU mit einer Dauerbaustelle zu vergleichen. Niebler versicherte, sie nehme die Sorgen der Bürger, die sie täglich erreichen, ernst. Ihr Credo sei: Weg von Klein-Klein hin zu großen Lösungen. Die Globalisierung und Digitalisierung, aber auch die weltweiten Migrationsbewegungen stellten die neuen Herausforderungen an die EU dar.Bezirksrätin und Grafings zweite Bürgermeisterin Susanne Linhart ist überzeugt, Grafing erlebe 2014 einen historischen Moment, werde ab dem 1. Mai von einer Bürgermeisterin geleitet. Erstmals schicke die CSU eine Frau für das wichtige Amt der Stadt ins Rennen. Seit nun mehr 30 Jahren lebt Linhart in Grafing. ar

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