Brummton in Steinhöring

Nichts Neues vom Brummton

Ursachenforschung: Nächstes Roundtable-Gespräch mit Betroffenen, Landrat und Gemeindebürgermeister Ende Januar

Steinhöring – Bekanntlich existiert seit mehr als drei Jahren ein niederfrequenter Brummton in der Gemeinde Steinhöring, dessen Ursache bislang ungeklärt. 2014 hatten Gemeinde und Landratsamt Messungen beauftragt, und wollten bis Spätherbst die Ursache geklärt haben. Inzwischen ist Mitte Januar, Ergebnisse liegen noch keine vor.Auf Nachfrage im Landratsamt erfährt man, dass die bisherigen Messungen keine eindeutigen Ergebnisse geliefert hätten, noch weitere Messungen erforderlich seien, man sich auch weiter engagiere und an einer hoffentlich guten Lösung arbeite. Die Pressesprecherin des Landratsamtes, Evelyn Schwaiger, verweist dabei auf die grundsätzliche Problematik von niederfrequentem Schall, die jedem bekannt sein dürfte, der sich mit derartigen Phänomenen beschäftige. Aber, Stück für Stück, Schritt für Schritt kämpfe man sich vor. In der Vergangenheit habe es bereits eine Befragung der Betroffenen gegeben, sowie verschiedene Messreihen, deren Auswertungen auch recht aufwendig seien. Ideen hätte man zwar inzwischen, aber nichts Konkretes. Wichtig wäre jetzt, das Vertrauen ins Landratsamt zu behalten. Sowohl die zuständigen Mitarbeiter dort als auch technische Gutachter engagierten sich weiter und versuchten, das Problem zu lösen. Man sei noch längst nicht am Ende des Lateins. Nichts wirklich Neues also. Auch vom Bürgermeister Alois Hofstetter vernimmt man Ähnliches. Ende Januar werde man sich wieder mit allen Beteiligten und Landrat Niedergesäß zusammensetzen, um bei einem Roundtablegespräch weitere Schritte in die Wege zu leiten. Der Termin ist am 28. Januar.Die betroffenen Bürger selbst haben derzeit eine freiwillige Übereinkunft getroffen, sich nicht öffentlich zu äußern. Ein Grund vielleicht, warum noch keine Bürgerbewegung ins Leben gerufen wurde. Hinter vorgehaltener Hand hört man allerdings, dass es bei einigen Betroffenen bereits brodelt, denn man fühlt sich offensichtlich hingehalten.Laut Dipl. Ing. Christian Eulitz von der Münchner Firma Möhler und Partner GmbH, die beauftragt wurde, die Ursache zu ermitteln, habe es zwei Langzeitmessungen gegeben. Eine Messung über etwa vier Wochen im Sommer 2014, eine zweite über etwa sieben Wochen letzten Herbst. Die Wahrnehmung der Bürger habe sich dabei objektiv nachweisen lassen. Man weiß auch, dass die Quelle keine natürliche Ursache hat, allerdings konnte man das Brummen nicht orten. Tieffrequente Töne haben lange Wellenlängen, so dass auf Grund dieser physikalischen Gegebenheit deren Ortung höchst kompliziert ist. Zudem sei die Frequenz stark schwankend. Sicher könne man mit entsprechendem Aufwand die Ursache leichter orten, doch ein solches Verfahren wäre extrem aufwendig. Manche Gebäude reagieren wie Filter auf tieffrequente Töne; entsprechend müsste man erst derartige „Filter-Gebäude“ bauen, um die Frequenz überhaupt orten zu können. Das würde sehr viel Zeit und Geld kosten. Bisher habe man im Auswahlverfahren gearbeitet, sei der Sache zwar näher gekommen, konnte die Ursache aber nicht orten.Ein weiteres Problem seien die rechtlichen Gegebenheiten. Denn seines Wissens wurde bisher kein gültiges Recht verletzt, weshalb auch kein Handlungsauftrag vorliege, so der Schallgutachter. Die gesetzlichen Grenzwerte seien durch den Brummton offensichtlich nicht verletzt worden. Und nun? Seitens der Gutachterfirma geschehe derzeit nichts. Man können erst dann weitermachen, wenn man einen Auftrag dazu hat. Wenn die Bevölkerung betroffen ist: die Mühlen malen langsam und eine Lösung ist nicht wirklich in Sicht, so scheint es. Wie schnell wird man in ähnlichen Fällen schlicht beschwichtigt, ohne das wirklich etwas passiert. Aber: Man kann nur hoffen, dass das Roundtable-Gespräch am 28. Januar die Sache vorantreibt und man bald den Verursacher des Brummtons gefunden hat. Kees

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