Aus dem Kirchseeoner Gemeinderat

Notbremse: Kein Umbau am Berufsförderungswerk

Berufsförderungswerk Kirchseoon
+
Den Abriss auch dieses sanierungsbedürftigen Gebäudes wird es so bald nicht geben

Das Berufsförderungswerk in Kirchseeon möchte renovieren, die Gemeinderäte sehen das Vorhaben kritisch

Kirchseeon –Zwei in die Jahre gekommene Gebäude sollen nach Willen des Berufsförderungswerkes (BfW) in Kirchseeon abgerissen und durch neue Einheiten ersetzt werden. Nach den negativen Schlagzeilen, für die das BfW durch massive Baumfällungen Ende letzten Jahres gesorgt hatte, befürchteten nicht wenige Ratsmitglieder des Marktgemeinderates, dass es erneut zur Beseitigung alten Baumbestands kommen würde.

In der Tat geben die Bauwilligen zu, dass auch wegen zusätzlich benötigter Stellplätze in die bestehenden Naturflächen eingegriffen würde. Gleichzeitig scheint das BFW aber durchaus bemüht, so zu sagen Gras über die Brüskierung wegen besagter Baumfällungen wachsen zu lassen. Denn im Bauantrag finden sich verschiedene Maßnahmen mit „ökologischem Mehrwert“, beispielsweise die Verwendung von ökologischen Materialien, wie im Sachvortrag durch das Bauamt zitiert wird. Zudem liefert das BFW ein so genanntes Ausgleichsflächengesamtkonzept und einen detaillierten Außenanlagenplan, welcher eine „intensive Durchgrünung durch Bestandsbäume und Neupflanzungen“ bringen würde.

Geplant sind 100 Ersatzpflanzungen von klimaangepassten Solitärbäumen sowie die Neupflanzung von über 100 Naturgehölzen als Vogelschutz. Letztlich plant der Bauantragsteller eine „erlebbare und attraktive Abfolge von mehr als 2.000 Quadratmeter neu geschaffener und naturnaher Flächen inklusive Waldränder, Kleinstgewässer und Totholze. Klingt im Grunde versöhnlich und so sprachen sich schließlich auch die Grünen für den Bauantrag aus, der von der Ratsmehrheit auch beschlossen wurde. Aber gleich der nächste Tagesordnungspunkt machte den BFW-Vertretern in der Sitzungshalle wieder einen Strich durch die Rechnung. Denn ein abermals mehrheitlicher Beschluss sprach sich für eine Veränderungssperre aus. Das bedeutet: die nächsten zwei Jahre wird gar nix auf dem BFW-Gelände geändert. Auch ein neues Schulungsgebäude mit Mensa für Menschen mit Behinderung wurde nicht gebilligt. osw

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Größere Wasserfläche für neues Ebersberger Hallenbad
Größere Wasserfläche für neues Ebersberger Hallenbad

Kommentare