Kommunalwahl 2020 in Kirchseeon

Der Kirchseeonplan

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Jan Paeplow gehört dem Vorstand der CSU-Kirchseeon an.

Jan Paeplow (CSU) möchte Bürgermeister in Kirchseeon werden. Wir haben mit ihm über seine Pläne gesprochen

Welches Problem gibt es aktuell in der Marktgemeinde, auf das sich Ihr Fokus bildet?

Ich bin davon überzeugt, dass es für den Markt Kirchseeon falsch wäre, sich auf ein oder zwei Themen zu konzentrieren und einen besonderen Fokus zu setzen. Vielmehr braucht es einen Plan, wie sich Kirchseeon insgesamt in Zukunft weiterentwickeln möchte. Denn für mich sind zu hohe Pflastersteine für gehbehinderte Menschen, ein besseres Angebot für Jugendliche oder die Sicherheit, mein Kind gut betreut zu wissen, genauso wichtig, wie Großprojekte wie die weitere Sanierung der Schule oder die Umsetzung eines Radwegekonzeptes. Als Erster Bürgermeister vom Markt Kirchseeon würde ich verantwortungsvolle Aufgaben für über 10.000 Menschen übertragen bekommen. In meinem Selbstverständnis geht es dabei darum, die gemeinsamen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger in ihren ganz unterschiedlichen Lebenslagen nach innen und außen zu vertreten. Um dies in meiner und der Politik des CSU Ortsverbandes klar zum Ausdruck zu bringen, haben wir in den letzten Wochen und Monaten aus vielen persönlichen Gesprächen und einer Vielzahl von Veranstaltungen, einen „Kirchseeonplan“ entwickelt. Er enthält zehn Schwerpunktthemen, darunter die Familien- und Seniorenpolitik, Umwelt- und Klimaschutz, Verkehr und Infrastruktur sowie der Ausbau eines bürger- und serviceorientierten Rathauses. Noch vor Weihnachten werden wir darüber informieren.

Das Amt eines Bürgermeisters ist ja nun kein 9 to 5-Job. Sind Sie sich dessen bewusst respektive was hat Sie zur Kandidatur bewogen?

Wenn man sich dazu entschlossen hat, für das Amt eines Bürgermeisters zu kandidieren, dann sollte dieser Schritt gut überlegt sein und es sollte jedem Kandidaten und jeder Kandidatin bewusst sein, welche Verantwortung übertragen wird. Ich möchte mit frischem Wind und neuen Ideen, mitwirken, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Politik hat mich schon immer interessiert. Dies war sicher auch durch meinen beruflichen Werdegang beim Sozialministerium geprägt. So engagiere ich mich seit Jahren im CSU-Ortsverband und habe früh erkannt, dass man in keinem anderen politischen Handeln so viel direkt bewirken kann, wie in der Kommunalpolitik - hier möchte ich mitgestalten und meinen Beitrag leisten.

Womit wird im kommenden Wahlkampf der Unterschied zu den Mitbewerbern besonders hervorgehoben? 

Hier sehe ich deutliche und mehrere starke Unterschiede. Zum Beispiel bei der Erfahrung des Bürgermeisterkandidaten, denn im Gegensatz zu meinen Mitbewerbern trage ich seit mehr als 26 Jahren Verantwortung im öffentlichen Dienst und kenne seine Herausforderungen. So habe ich die Entwicklung und den Prozess, eine Behörde zu einem modernen Service- und Dienstleister am Bürger auszubauen, mitgestaltet. Darüber hinaus arbeite ich in bundesweiten Gremien und weiß, was es heißt, Sitzungen zu leiten und zu einem Konsens zu führen. Ein weiterer Unterschied liegt im Inhalt, denn wir setzen mit unserem „Kirchseeonplan“ ein klares Zeichen, gemeinsam Kirchseeons Zukunft zu gestalten. Darüber hinaus spricht es für eine starke Volkspartei wie der CSU, Kommunalpolitik nicht an den Ortsgrenzen aufhören zu lassen.

Udo Ockel ist ein Bürgermeister-Urgestein: Ist dies für Sie förderlich, weil er aus der selben Partei ist oder eher hinderlich, weil dessen Popularität sehr hoch ist?

Udo Ockel hat in seinen dann 18 Jahren Amtszeit sehr erfolgreich große Fußspuren in Kirchseeon hinterlassen. Mein Ziel ist es als „Kirchseeon Jan“ eigene Fußspur zu setzen. Ob diese dann genauso groß oder gar größer wird, muss sich zeigen. Dabei kommt es mir weniger auf Popularität, sondern vielmehr auf Ergebnisse für Kirchseeon an. 

Interview: Oliver Oswald

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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