Amt für Partnerschaft und Demokratie im Landkreis Ebersberg

Der Mann, der den Ku-Klux-Klan zum Nachdenken bringt

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Daryl Davis bei einem seiner Vorträge im vergangenen Jahr

"Wie könnt Ihr mich hassen, wenn Ihr mich nicht einmal kennt?" Der amerikanische Musiker Daryl Davis tritt mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klan in Kontakt. Am Sonntag, 13. Oktober, spricht er im Rathaus in Vaterstetten 

Vaterstetten – Daryl Davis ist ein US-amerikanischer Musiker, Autor, Schauspieler und Aktivist. Der afroamerikanische Träger zahlreicher Preise, ist neben seiner beruflichen Tä- tigkeit als Musiker sowie als Schauspieler vor allem dadurch bekannt geworden, dass er seit 1983 Mitglieder des Ku-Klux-Klans trifft. Seitdem hat er sich mit vielen hundert Mitgliedern, auch höherrangigen, wie dem Grand Dragon (Großem Drachen) des Bundesstaates Maryland, Roger Kelly, ausgetauscht und zum Teil Freundschaften geschlossen. 

Etwa 200 Mitglieder hat er so zum Austritt aus dem Klan und zur Abkehr von ihren rassistischen Ansichten gebracht. Davis‘ Arbeit ist in einem Buch (Klan-destine Relationships: A Black Man‘s Odyssey in the Ku Klux Klan, 1998) und Film (Accidental Courtesy: Daryl Davis, Race & America, 2016) dokumentiert. Das Amt der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Ebersberg freut sich sehr, dass man ihn mit dem Programmtitel „A Black Man´s Odyssey in the Ku Klux Klan“ am Sonntag, 13. Oktober um 19 Uhr im Rathaus Vaterstetten begrüßen dürfen. „Klan we talk?“ nennt er selbst seinen Vortrag, in dem er über sich und seine Erfahrungen berichtet. Im Vorhinein steht Dr. Markus Fath mit einer wissenschaftlichen Einordnung am Rednerpult. Er übernimmt auch bei der abschließenden Fragerunde/ Diskussion die Moderation. Dr. Markus Fath ist Gewaltund Konfliktforscher.

Im Rahmen der zentralen Forschungsschwerpunkte „Gewalt und Gewaltlosigkeit“ und „Bildung und Ethik“ war er in zahlreiche internationale und interdisziplinäre Konferenzen involviert, u.a. in Fiesole, Lissabon, Rogla, Meran und Jerusalem. Er wurde 2012 für den Ars-Legendi Preis (höchste deutsche Auszeichnung im Bereich der universitären Lehre) nominiert und 2013 mit dem Fakultätspreis für Gute Lehre der LMU München ausgezeichnet. Das Programm ist komplett in amerikanischem Englisch. Fragestellungen sind auch in Deutsch möglich.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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