Aus dem Pfaffinger Gemeinderat

Den Pfaffinger Kindergärten geht der Platz aus

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Die zwei Gruppen des katholischen Kindergartens in Pfaffing sind ausgelastet.

Der Pfaffinger Gemeinderat diskutiert, wie man den Platzmangel in den beiden Kindergärten der Gemeinde beheben kann

Pfaffing – Anita Schumann, die Leiterin des neuen Kindergartenverbundes für die katholischen Einrichtungen stellte im Gemeinderat die derzeitige Lage dar. Der neue Zusammenschluss mit Einrichtungen in Rott und Soyen mit Sitz in Albaching hat seine Arbeit aufgenommen. Nun gehe es um den ersten Haushalt und darum, die Einrichtungen in den jeweiligen Gemeinden auf ein einheitliches Niveau zu heben. Es gebe beim katholischen Kindergarten Defizite, der sei nicht mehr auf der Höhe der Zeit und benötige auch ohne eine Erweiterung der Plätze eine Sanierung. Das betreffe die sanitären Anlagen, die Beleuchtung, Türen, Anstriche und so weiter. 

Ein Angebot liege vor, das veranschlage Kosten bis zu 80.000 Euro. Eine Besonderheit sei dabei die Zwergerlgruppe, die in der früheren Hausmeisterwohnung untergebracht sei. Die laufe vom Organisatorischen her auf eigene Initiative und damit unabhängig vom Träger Kirche, sei sehr gefragt und habe wie die anderen auch Wartelisten. Doch deren Initiatoren wünschen sich eine Anstellung und möchten weg von der Selbstständigkeit. Schumann wusste, dass spätestens nach der kommenden Saison 2019 bis 2020 damit „Schluss sein soll“. 

Weil der Arbeitsmarkt leer gefegt sei, hier aber gutes Personal arbeite und man eh schon eine Fachkraft suche, wolle man versuchen, diese Einrichtung in eine Krippe umzuwandeln und die vorhandenen Fachkräfte zu halten. Andere Kindergärten im Verbund seien ebenfalls voll. Insgesamt verfüge der katholische Kindergarten über zwei Gruppen, doch keine Krippe. Auch sei die Betreuung von Integrationskindern nicht möglich. 

Bürgermeister Lorenz Ostermaier sah jedoch erst einmal keine Möglichkeit für eine Zusage seitens der Gemeinde, zu viel sei noch zu klären. Das Ordinariat rede mit und die Belange des evangelischen Kindergartens seien auch zu berücksichtigen, was in der nächsten Gemeinderatssitzung geschehen soll. Aber „wir sind willens“, stellte er fest. Das sah auch Anita Schumann für das Ordinariat, denn das möchte eine Sanierung und eine Aufwertung des katholischen Kindergartens. Auch der evangelische Kindergarten sollte eine weitere Gruppe neben seinen bestehenden zwei Kindergartengruppen, der Krippe und der Mischgruppe erhalten. 

Ähnlich wie die Zwergerlgruppe sei dort eine „Krümelbande“ im Keller untergebracht. Eine Krippe fordere jedoch eine aufwändigere Ausstattungen bis hin zum Brandschutz, so dass man auch dort um Baumaß- nahmen nicht herumkomme. Zudem herrsche in der Küche Platzmangel. Beim Thema Geld und katholische Kirche sahen Gemeinderäte wie Tobias Forstner (ÜWG) nicht ein, weshalb sich das Ordinariat als Eigentümer des Gebäudes nur mit einem Drittel beteiligen wolle. Das Gebäude sei „immerhin im Besitz der Kirche“, stellte auch Margot Gibis (ÜWG) fest. Zu unterscheiden sei die Sanierung und eine Erweiterung, erfuhren die Räte. Das würde im besten Fall mit 75 Prozent gefördert, falls die Gemeinde mit ihrem Anteil auf über 100.000 Euro komme. Zur Kinderbetreuung sei die Gemeinde zwar verpflichtet, doch wolle man beim Ordinariat noch einmal nachhaken, erklärte der Bürgermeister.  kg

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