Photovoltaik-Anlage eingeweiht

Museum Wald und Umwelt Ebersberg ist energetisch autark

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Eingeweiht: die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Museum Wald und Umwelt.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Museum Wald und Umwelt in Ebersberg offiziell eingeweiht

Ebersberg – Seit 20.März ist sie in Betrieb, zu ihrer Errichtung waren so einige Hürden zu überwinden, die Rede ist von der neuen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Museum Wald und Umwelt in Ebersberg. Kürzlich wurde sie von Bürgermeister Walter Brilmayer und Landrat Robert Niedergesäß offiziell eingeweiht. Die Idee, das Haus mit nachhaltiger Energie auszurüsten, geisterte schon länger durch den Ebersberger Stadtrat, doch zunächst galt es den dortigen Denkmalschutz- und Landschaftsschutzverordnungen gerecht zu werden. 

Die einstige Idee, hier ein kleines Windrad einzusetzen, konnte nicht realisiert werden, da die Topografie vor Ort geschützt ist. Man kam zurück zum ursprünglichen Plan, eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach zu setzen. Doch wo? Das alte „Jägerhäusl“ ist denkmalgeschützt. Schließlich fand sich die Lösung, die Anlage auf dem Dach des Anbaus zu installieren und zwar so, dass man sie von vorne gar nicht wahrnimmt. „Einer, der nicht weiß, dass sie nun da ist, sieht sie gar nicht,“ bemerkte Brilmayer bei den Einweihungsfeierlichkeiten. 

Doch selbst diese Entscheidung war nicht unkompliziert. Letztlich ist es dem Landrat zu verdanken, dass die Realisierung grünes Licht bekam, denn der unterschrieb am 13. Dezember 2017 die Baugenehmigung, trotz rechtlicher Bedenken und wurde später, wie er schmunzelnd erzählte, sogar darum gebeten, Brilmayer davon zu überzeugen, keinen Gebrauch von der Baugenehmigung zu machen. Doch der Landrat stand zu seinem Wort. 9,6kW erzeugen die 32 Module auf dem Dach, die übrigens aus mattem, reflexionsarmen Material bestehen. In Ebersberg gibt es immerhin die Geschichte, dass ein Anwohner gegen eine Solaranlage auf dem Dach eines Nachbarhauses geklagt hatte, weil diese zu sehr spiegelte. Dem wollte man vorbeugen. Der Strombedarf für das Museum ist inzwischen halbiert, erklärte Ebersbergs Klimaschutz- und Energiemanager Christian Siebel. Das liegt nicht allein an der neuen PV-Anlage, sondern am Energie-3-prung, heißt im ersten Schritt wurde der Energiebedarf gesenkt, im zweiten die Energieeffizienz gesteigert und erst im dritten Erneuerbare Energien eingesetzt.Die Beleuchtung des Hauses wurde beispielsweise vorab auf LED-Technologie umgerüstet. Bei Sonnenschein ist das Museum nun autark. Insgesamt rechnet man mit 70 Prozent Eigenbedarf des durch die Sonne entstandenen Stroms. 

Die restlichen 30 Prozent werden ins Netz gespeist. Plan ist, Ladestationen für E-Bikes vor dem Museum aufzustellen. Christian Siebel nahm die Gelegenheit der Eröffnungsfeier zu einem Aufruf wahr: jeder Bürger sollte in dieser Richtung denken und handeln, aktiv werden, um die Energiewende erreichen zu können und damit die Umwelt zu schonen. Die Kosten der Anlage liegen bei 25.000 Euro.Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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