Photovoltaikfreiflächenanlage

Verstimmung in Steinhöring

Photovoltaikfreiflächenanlage Photovoltaik
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Photovoltaikfreiflächenanlage (Symbolfoto)

Steinhöring plant eine Photovoltaikfreiflächenanlage – manchem Anwohner schmeckt das gar nicht

Steinhöring – Es klingt verheißungsvoll: von den 27 Millionen Kilowattstunden Strom die Steinhöring verbraucht, könnten bis zu 20 Millionen durch Sonnenenergie abgedeckt werden. Wie? Durch eine Photovoltaikfreiflächenanlage, die eine niederbayerische Firma gemeinsam mit dem Eberwerk bei Buchschechen südlich des Tanklagers errichten will.

Ein willkommener Beitrag zur Energiewende sei das, betonte Steinhörings Bürgermeisterin Martina Lietsch auf der Gemeinderatssitzung. Und so stimmten denn auch alle Räte für den Aufstellungsbeschluss für den dafür notwendigen Flächennutzungsplan sowie für den zum Bebauungsplan. Vielleicht aus weiser Vorsicht beschwichtigte Lietsch zugleich: „Diese Beschlüsse sind freilich weiter nichts als reine Absichtserklärungen. Wir zeigen lediglich unsere Bereitschaft, damit geplant werden kann.“ Wie bei Verfahren üblich erfolge auch in diesem Fall noch die Einholung von Stellungnahmen diverser Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit.

Südlich des Tanklagers soll eine Photovoltaikanlage entstehen.

Im Publikum hatte sich bereits während der Sitzung Unmut breit gemacht. Manchen Anwohnern nämlich schmeckt dieser Plan gar nicht. Warum das vor ihrer Haustür geschehen solle? Sie hätten doch schon das Tanklager. Die Anwohner fühlen sich überfallen. „Erst heute haben wir von diesen Plänen erfahren,“ sagt eine ältere Dame aufgeregt. „Warum muss uns das komplett vor die Nase gesetzt werden? Hätte man eine solche Anlage nicht auf drei bis vier Flächen verteilen können?“ Die Rede ist von einem etwa sieben Hektar großen Gelände, das derzeit landwirtschaftlich genutzt wird.

„Natürlich sind wir für die Engergiewende,“ betonen die Menschen aus Oberseifsieden, Holzhäusln und Unterseifsieden, „aber gegen Flächenverbrauch und vor allem für Nahrungsmittelsicherheit, die gerade in den derzeitigen Zeiten wichtig ist.“

Man schimpft auch auf den Investor, der mit einer Anlage auf freier Fläche viel mehr verdienen könne, als bei einer Anlage mit kompliziertem Aufbau. „Was ist eigentlich mit dem örtlichen Supermarkt? Warum ist dort noch keine Solaranlage auf dem Dach? Oder auf manch gemeindlicher Liegenschaft? Mit Sicherheit gibt es noch andere Flächen, die zur Verfügung stehen. Auch rechts und links von Autobahnen könnte man solche Anlagen bauen.“ Etwas konsterniert stand die kleine Menschengruppe nach der öffentlichen Sitzung vor der Tür und diskutierte.Kees

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