BUND Ebersberg: Klimaschutz geht nicht ohne Verkehrswende

Autos stehen im Stau
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Umgehungsstraßen würden den Individualverkehr weiter fördern, sagt der BUND Naturschutz

Die Forderung von „Pro Ebersberg“ für eine Umgehungsstraße für Ebersberg stößt beim BUND Naturschutz auf Unverständnis

Ebersberg – Immer neue Umgehungsstraßen förderden den Individualverkehr – das schreibt der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Ebersberg, in einer Pressemitteilung. Vorangegangen war die Forderung von „Pro Ebersberg“, die nächsten Schritte zu unternehmen, dass die ST2080 aus Ebersberg verschwindet, sprich, dass eine Umgehungsstraße gebaut werden sollte.

Umgehungsstraßen würden den Flächenfraß weiter voranschreiten lassen, die Klimakrise durch mehr Verkehr verschärfen, das Artensterben würde sich fortsetzen, so der BUND in der Pressemitteilung.

Das Fahrrad muss als Alternative zum Auto anerkannt werden

„Gerade bei Umgehungsstraßen im Landkreis können Kommunalpolitiker zeigen, ob sie es mit der Bekämpfung der existenzbedrohenden Problemen unserer Zeit (...) ernst meinen und bereit sind, neue Wege zu gehen“, heißt es in der Pressmitteilung. Der BUND schlägt 30er Zonen in den Gemeinden vor, um Lärm und Abgase zu reduzieren und um gleichzeitig die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern zu erhöhen.

Der Landkreis Ebersberg sollte gemäß seinem aktuellen Plakat „Klima schützen, Heimat bewahren“ auch im Sinne der Verkehrswende handeln, so der BUND.

Und: Die geforderte Umgehungsstraße von Ebersberg müsse man im Zusammenhang mit den angedachten und geplanten Umgehungsstraßen von Forsting, Tulling, Steinhöring und Forstinning betrachtet werden. Denn, so die Naturschützer aus dem Landkreis, es gebe bereits eine ortsdurchgangsfreie Strecke von Wasserburg zur A94 über Albaching und Hohenlinden.

Des Weiteren solle der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden und das Fahrrad müsse als Alternative zum Auto anerkannt werden: dafür benötige man aber auch die entsprechende Infrastruktur

sc

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