Radl-Exkursion zu Ausgleichsflächen

Mit dem Rad ins Grüne – in Vaterstetten

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Die Fahrradgruppe im Neubaugebiet Vaterstetten NW beim Vortrag von Landschaftsarchitektin Vanessa Steidle

In Vaterstetten besichtigten die Gemeinderäte und interessierte Bürger mit dem Radl die Ausgleichsflächen der Gemeinde. Dort konnten sie auch Natur beobachten, die zum Teil sich selbst überlassen bleibt

Vaterstetten – Dieses Jahr schwangen sich nicht nur Vaterstettens Gemeinderäte auf das Radl, um sich die Ausgleichsflächen der Gemeinde anzusehen. Zur 5. Tour dieser Art waren heuer auch alle Bürger willkommen. Den Besichtigungs-Reigen eröffnete Landschaftsarchitektin Vanessa Steidle, die die ausgedehnten Anger- und Parkbereiche im Neubaugebiet Vaterstetten Nordwest vorstellte. 

Die teilweise noch im Baustellen-Zustand befindlichen öffentlichen Grünflächen erstrecken sich über 2,4 Hektar, wovon 1,5 Hektar auf nährstoffund blütenreiche Magerwiesen mit mehrjährigen Pflanzen sowie Obstbäumen entfallen. Weitere 0,9 Hektar entstehen als Gemeinschaftsgrün Hier vervollständigen Birken-, Birnen- Nuß- und Quittenanger. Birken, Feldahorn und Kiefern zusammen mit umfangreicher Staudenmischpflanzung den Grünbestand. Ein kurzer Abstecher führte zum „Lebendigen Maibaum“ des Bundes Naturschutz. Der nächste Schwerpunkt war die Ausgleichsfläche im Gemeindewald nördlich des Klettergartens. Hier wies Umweltreferent Wolfgang Kuhn darauf hin, dass die dortige Waldbewirtschaftung im Einklang mit dem Naturschutzgedanken steht. Die Bäume bleiben bis zum Absterben stehen, sie bieten daher Schutz für Fledermäuse sowie Siebenschläfer und bieten Spechten ideale Bedingungen. Der dortige naturnahe Wald ist außerdem Schutzzone für den scheuen Baumfalken. Am Waldboden blüht der sehr seltene Türkenbund, im Sauerbodenbereich fühlt sich die ebenfalls seltene Schattenblume als Liliengewächs recht wohl. 

Interessant war auch der von Gemeinderat Stefan Ruoff vorgestellte Natur-Schaugarten an der Baldhamer Straße mit Spielwiese und Lebensturm auf 900 Quadratmeter. Der inzwischen von Ameisen und Rosenkäfern besiedelte und mit Holz aufgeschichtete Spielturm harrt gegenwärtig seiner kindgerechten Nutzung. Auch die wertvollen Magerwiese am „Amphitheater-Platz“ längs der Johann-Sebastian-Bachstraße wurde besichtigt. Dort konnten die Teilnehmer erfahren, dass der expansionswütige „Klappertopf“ immer wieder die Gräser der dortigen Magerwiese zu verdrängen droht. Schließlich ging es zum Wäldchen an der Gluckstraße. Bürgermeister Georg Reitsberger ließ es sich nicht nehmen, erneut ein wenig für sein aktuelles Lieblingsprojekt, einem Schulwald mit Kinderhort im dortigen Bereich, zu werben. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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