Rotter Tafel ist für die Menschen da

Trotz Corona: Rotter Tafel ist offen

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Jeder hält derzeit Abstand: Die Vorsitzende Michaela Arndt (rechts) mit ihrer Stellvertreterin Christa Stürzer.

Trotz, oder gerade auch aufgrund der Corona-Krise, ist die Rotter Tafel für die Menschen da. Darauf weist jetzt die Vorstandschaft des Hilfevereins hin.

Rott - Sicher spüre man die Krise, erklärte Vorsitzende Michaela Arndt, denn Lieferungen und die Ausgabe seien anders zu koordinieren. Auch die Spenden seien unterschiedlich. Die wichtigste Botschaft lautet aber, dass die Ausgabe an preiswertem Lebensmitteln gesichert ist.

Die Rotter Tafel besteht sei mittlerweile 13 Jahren und gibt für einen symbolischen Euro je Einkauf Lebensmittel an Bedürftige aus. Dazu zählen Rentner, Arbeitslose, Wohngeld- und Sozialhilfeempfänger und jeder, der in Not geraten ist. Benötigt wird dafür lediglich eine Bescheinigung vom Sozialamt der jeweiligen Gemeinde. Das ist durchaus eine Hemmschwelle, wissen die Helfer, denn es fällt nicht leicht, zuzugeben, etwa ein Leben lang gearbeitet zu haben und dann reicht die Rente doch nicht. 

Froh sei man über die Räume im Bauhof, das sei eine gute Unterkunft. "Wenn auch etwas eng", so Arndt. Die leichte Abgelegenheit vom Ort habe auch Vorteile, denn die senke die Hemmschwelle, überhaupt zu kommen. Sehr hilfreich sei von Anfang an die Unterstützung durch die Gemeinde gewesen.

Voraussetzung für einen Einkauf ist zwar eine entsprechende Bescheinigung, doch stehe die Hilfe im Vordergrund. Als eine Vielzahl Asylsuchender eintraf, habe man die zuerst einmal versorgt und dann die Formalitäten geklärt, erinnern sich die Frauen.

Die Lebensmittel kommen unter anderem von umliegenden Lebensmittel-Märkten, Bäcker und Gastwirtschaft. Es sind Produkte quer durchs Sortiment, die kurz vor dem Ablaufen stehen, aber noch in Ordnung sind. Auch spenden immer wieder umliegende Firmen und Privatpersonen.  Für dieses Geld werden Lebensmittel gekauft, was aber auch nicht so einfach ist, da die Abgabe derzeit auf haushaltsübliche Mengen begrenzt ist. Das dürfe man koordinieren, weiß die Vorsitzende Michaela Arndt. 

25 Helfer zählen zum harten Kern, meist im Rentenalter und eigentlich zur Risikogruppe von Corona zählend. Dabei haben die Helfer für sich selber entschieden, dass für sie Abstand und Desinfektionsmittel genügen. Fünf Fahrer holen Waren regelmäßig ab, andere räumen die sieben Kühlschränke und die Regale voll. Stets gebe es auch einen Austausch mit den umliegenden Tafeln.

Der Einzugsbereich erstreckt sich außer Rott auch auf die Gemeinden Ramerberg, Edling, Pfaffing, Schechen, Griesstätt und Vogtareuth. Ziemlich konstant ist die Zahl der Kunden, das sind derzeit 34 Haushalte mit fast 90 Personen. Neu ist in Zeiten der Coronakrise die Ausgabe, die geschieht immer noch mittwochs am Bauhof in Meiling, doch vor der Tür, denn dort kann auf Abstände geachtet werden. kg

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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