+++ VOLKSFEST-MADL 2019 +++

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Auch 2019 suchen wir zusammen mit unseren Sponsoren und Festwirt Martin Lohmeyer das Ebersberger Volksfest-Madl.
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Dem Frühling auf der Spur

Die Apotheke wächst vor der Türe

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Bernd Hertling ist Heilpraktiker und Altertumswissenschaftler und kommt aus Grafing.

Rundgang mit dem Heilpraktiker Bernd Hertling rund um Glonn 

Glonn – Jedes Jahr vor Ostern treffen sich Pflanzenfreunde zu einem Gang durch die Natur mit Bernd Hertling. Der Heilpraktiker und Altertumswissenschaftler aus Grafing führte mit spannenden, teilweise amüsanten Geschichten und vor allen Dingen mit viel Wissenswertem rund um die Frühlingspflanzen durch das landschaftlich reizvolle Gebiet beim Frauenbrünndl, in der Nähe von Glonn. Trotzdem Ostern heuer sehr spät im Jahreskalender liegt, ist die Vegetation für diese Führung etwas spärlich, klärt Hertling gleich zu Beginn auf. 

Aber das bekamen die zahlreich erschienen Gäste kaum mit. Für die „Laien“ auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde waren die Informationen immer noch reichlich. Nach einer kleinen botanischen Aufklärung, wie zum Beispiel über die so wichtige Nomenklatur in lateinischer Sprache, die verhindert, dass die gebräuchlichen Ortsnamen der Pflanzen zu Verwechslungen führen, ging es Richtung Kapelle. Nicht überall ist eine Butterblume eine Butterblume. 

Von Region zu Region heißen die Blumen oder Heilkräuter anders. Der erste Blick fiel gleich auf die, im Moment überall blühenden Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Sie brauchen einen offenen Standort und lieben die im Frühjahr sonnendurchfluteten Buchenwälder. Im Sommer ziehen sich diese dann wieder komplett zurück. Früher verwendete man die zermahlenen Wurzelstücke des Buschwindröschens, um Blasen zu ziehen. Weiter ging es mit der Lieblingspflanze jedes Gartenbesitzers – dem Giersch. Wie man sieht, wächst dieser nicht nur im Garten. Aegopodium podagraria, heißt übersetzt Ziegenfüßchen und kommt daher, dass Giersch gegen Gicht eingesetzt wurde. „Und mit Gicht, geht man so kleine Trippelschrittchen, wie eine Ziege“, erklärt Hertling. In der Naturheilkunde wird der Giersch heute noch eingesetzt, um ein zu viel von Harnsäure, der Ursache für Gicht entgegenzuwirken. 

Gerade jetzt im Frühjahr, eignet sich das kleine, frisch ausgetriebene „Ziegenfüßchen“ hervorragend für Salat oder einem selbstgemachten Pesto. „Unkraut“, sollte man ihn auf keinen Fall nennen, schmunzelt der Pflanzenkenner. Dass solche Pflanzen auch durchaus ein Alter erreichen können, die man nur größeren Pflanzen, wie Bäumen zuspricht, ist ebenfalls interessant zu erfahren. Laut dem Phytotherapeuten können die feinen, kleinen und zarten Anemonen bis zu 45 Jahre alt auf Buchenwaldgrund werden. 

Der von den Bauern auf den Wiesen nicht sehr beliebte Sauerampfer (Rumex acetosa) wird gerne bei Erkältungen verabreicht. Im gängigen Pflanzenkomplexmittel Sinupret sind zum Beispiel einige, der auf dieser Wanderung vorgestellten Kräuter und Pflanzen, wie das Schlüsselblümchen, Sauerampfer, Spitzwegerich oder die Bibernelle enthalten. Man sieht: die Apotheke wächst vor der Tür. Die zweistündige Wanderung durch Wald und Wiesen führte über das Piusheim wieder zurück zum Ausgangspunkt dem Frauenbrünndl. Auch ohne Heilkräuterführung ist dies ein schöner kleiner Spaziergang mit vielen landschaftlichen Eindrücken. Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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