Nach Sturm Sabine

Landkreis Ebersberg: Der Wald ist im Moment auch ohne Sturm gefährlich

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Auf dem Bild deutlich erkennbar: „geworfene und angeschobene“ Bäume

Sabine, der Winterorkan Anfang der Woche, war in Schadholz gerechnet ziemlich harmlos. Die Schadensmenge, ist laut Dr. Heinz Utschig von den Staatsforsten „belanglos“.

Ebersberg - Im Moment wird kräftig aufgeräumt im Forst und das wird auch noch einige Tage dauern. „So wie der Wald vor dem Sturm aussah, da braucht es noch ein wenig Arbeit“, schmunzelt Utschig. „Vor allem ist es jetzt im Wald auch noch ziemlich gefährlich“. 

Sein Rat deshalb: Wenn möglich die nächsten Tage bitte nicht in den Wald gehen. Aber auch danach sollte man immer den Blick nach unten und nach oben richten. Es können auch nach den Aufräumarbeiten noch lose Äste in den Bäumen hängen, „da braucht es dann auch keinen Sturm oder Wind mehr, dass diese herunterfallen, da reicht schon das Eigengewicht“. Entweder wurden die Bäume von Sabine „angeschoben“, so der Fachbegriff, wenn die Bäume nicht ganz umfallen, sondern schief in anderen Bäumen hängen - gerade diese sind mitunter gar nicht so einfach zu entfernen. Oder die Bäume fielen gleich ganz um. Das war Gott sein Dank nicht so oft der Fall, denn der Boden war nicht zu sehr aufgeweicht durch Niederschläge. 

Wenn das der Fall ist, dann „wirft“ es die Bäume meist samt dem Wurzelteller. Sind die Bäume gut mit ihren Grobwurzeln im Boden verankert, brechen sie mehr. Sabine ließ die Bäume zu ungefähr 60 Prozent brechen, 40 Prozent ist Wurfschaden. Utschig schätzt, dass es weniger als einen Baum pro Hektar Wald an Schaden mit Sabine gab. „Darüber sind wir auch mächtig froh, jetzt dauert es nur noch ein paar Tage, bis wir alles aufgeräumt haben“. So war der Wintersturm kein Vergleich zu vergangenen Stürmen, die weit mehr Schaden angerichtet haben. Wobei nach Utschigs Aussagen in Mühldorf einige Spitzenböen gemessen wurden und man dort im Staatswald sofort ganz deutlich ein höheres Schadbild zu sehen bekommt. Utschig und seine Mitarbeiter jedenfalls tun alles, damit der Ebersberger Forst bald wieder als das Erholungsgebiet schlechthin im Landkreis von den Bürgern genutzt werden kann. at

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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