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Sanierung Hallenbad wird notwendig

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Nach über 40 Jahren Betriebsdauer muss das Glonner Hallenbad dringend saniert werden.

Aktuell befasst sich der Gemeinderat mit der anstehenden Maßnahme, denn vor den Haushaltsberatungen 2013 muss klar sein, welchen finanziellen Umfang das Projekt ausmacht. Ein Ingenieurbüro wurde mit einer Grobuntersuchung und Kostenabschätzung beauftragt, zusätzlich soll das Büro die Folgekosten für eine alternative, sportliche Nutzung ermitteln. Der Zustand des nunmehr 42 Jahre alten Schwimmbades an der Glonner Volksschule ist, laut Gutachten, in mehreren Punkten als „sehr schlecht“ einzustufen. Die Hauptmängel liegen vor allem darin, dass der Beckenkopf samt Umgang stark durchfeuchtet ist. Fliesen und Fugen wurden jahrelang vom chlorhaltigen Wasser überspült und ausgewaschen und der Stahl im Beton ist angegriffen. Dies kann alles zu einer Veränderung der Statik führen. „Zudem ist die geforderte Badewasserqualität aufgrund der veralteten Aufbereitungstechnik nur unter großem Aufwand und ständigen Kontrollen grenzwertig zu gewährleisten“, erklärte Schwimmlehrer Jürgen Puls den Gemeinderäten. Schwimmbäder hätten meist eine Betriebsdauer von 25 bis 35 Jahren, so Puls. Trotz aller Mängel bestehe keine Gefahr für die Besucher des Hallenbades, betonte er. Wenn das Schwimmbad, dass jährlich von rund 16.000 Besuchern genutzt wird, langfristig weiter betrieben werden soll, ist in naher Zukunft ein umfangreicher Sanierungs- beziehungsweise Erneuerungsaufwand erforderlich. Damit der Gemeinderat entscheiden kann, ob das Schwimmbad saniert wird oder nicht, muss er den zu erwartenden finanziellen Umfang der Maßnahme genau kennen. Eine Studie eines regionalen Fachbüros aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung rund 900.000 Euro netto kosten würde. Ingenieure eines anderen Büros schätzen 2008 die Sanierung, die eine Umgestaltung beinhaltete, sogar auf über zwei Millionen Euro. Dies sei nicht notwendig, meinte der Bürgermeister und Schwimmlehrer Puls, denn die Dusch- und Trockenbereiche seien erst saniert worden. Kontrovers diskutierte der Gemeinderat das weitere Vorgehen. Darin ging es auch um die Frage, ob für die Entscheidungsfindung bei den anstehenden Haushaltsberatungen zusätzlich zu den vorliegenden Aussagen des ersten Ingenieurbüros noch eine zweite Meinung eingeholt werden solle. Kostenpunkt rund 5000 Euro. Peter Gröbmayr (CSU) beantragte den Verzicht auf eine Zweitmeinung, gegen vier Stimmen sprach sich der Gemeinderat jedoch dafür aus. Einig war man sich, dass auch eine eventuelle Schließung des Bades mit anschließender alternativer Nutzung der Räumlichkeiten hohe Kosten verursachen würde. „Das Schwimmbad ist für die Gemeinde sehr wichtig. Für den Schulsport und viele Vereine, die es regelmäßig nutzen“, sagte Lizzy Tuschter (SPD/KommA). Dies unterstrichen auch zahlreiche Mitglieder der Wasserwacht mit ihrer Teilnahme. Keinen Hehl machte Bürgermeister Esterl aus seiner Meinung zur Schwimmbadsanierung: „Jedes Kind lernt bei uns schwimmen. Das Bad wird von allen Generationen genutzt, besser als je zuvor. Für mich steht das Schwimmbad als zweite Sporteinheit unserer Schule ganz weit oben in der Prioritätenliste."

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