Aus dem Vaterstettener Gemeinderat

Vaterstetten: Schulsanierung zu teuer?

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Die Sanierung der Grundschule an der Brunnenstraße wird umfangreicher und teurer.

Die Sanierung der Vaterstettener Grundschule an der Brunnenstraße hat für den Gemeinderat absoluten Vorrang. Es geht unter anderem um Brandschutz und ein positives Schulumfeld.

Vaterstetten – Wolfgang Schermann (FW) ist noch vor der Corona-Schließung in die Grundschule an der Brunnenstraße gegangen, um sich selbst ein Bild zu machen. Das Ergebnis seiner Ortsbesichtigung: „Ich habe nicht viele Mängel erkannt, nur ein paar Flecken und schwer zu schließende Fenster.“ Auch die Kinder hätten ihm gegenüber keine Sanierung gefordert, selbst die Schulleitung habe nur für einige Ausbesserungen plädiert. „Ich sehe daher überhaupt nicht ein, warum die Gemeinde da so viel Geld investiert.“ Eine ganz und gar unnütze Ausgabe, ein bisschen Beton- und Brandschutz-Sanierung seien völlig ausreichend. 

Ursprünglich sei es um eine Verbesserung des Wärmeschutzes, die Erneuerung der Fluchtwege, den Schallschutz, neue Böden, Fenster, Elektro und Beleuchtung gegangen, erklärte Gemeindearchitekt Ralf Schloemilch. Inzwischen aber kam raus, dass die Betonrippendecken im Haupttrakt nicht mehr den Brandschutzforderungen genügen, sie auch statisch nicht ausreichend seien und die Bauausführung schon zu Entstehung mangelhaft war. „Das bedeutet, dass eine Betonsanierung in allen Bereichen durchgeführt werden muss.“ Damit werde der Eingriff in die Klassenräume umfangreicher als geplant, so Schloemilch. Wenn man die Räume eh schon vollständig erneuern müsse, könne man gleich auch die Ausstattung an die Anforderungen moderner Unterrichtsgestaltung anpassen, vor allem in Bezug auf die Medientechnik.

Zudem müsse das Brandschutzkonzept komplett überarbeitet werden, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Daraus resultieren eine zusätzliche Außentreppe, eine neue Brandmeldeanlage und eine fast vollständige Erneuerung der Elektroverkabelung. Wegen der Fassadendämmung werde eine dezentrale Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima nötig. Zuletzt soll es auch noch einen neuen Sanitärbereich geben. Alles in allem zusätzliche Kosten von rund 2,4 Millionen Euro, die die Generalsanierung der Grundschule an der Brunnenstraße auf 6,4 Millionen Euro ansteigen lassen. Vom Freistaat gibt es eine Refinanzierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Wegen der schrittweisen Umsetzung innerhalb des Schulbetriebs rechnet Schloemilch mit einer Bauzeit von drei Jahren. „Leider können wir nicht jetzt sofort umbauen, wo das Gebäude sowieso leer steht.“ Der Baustart werde erst zum neuen Schuljahr erfolgen können. 

Der Gemeinderat stimmte trotz Bedenken von Schermann und AfD-Vertreter Manfred Schmidt zu. die

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